Sachsens Innenminister verurteilt Angriff auf Polizisten

Dresden/Leipzig (dpa/sn) - Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) hat Ausschreitungen in der Silvesternacht in Leipzig verurteilt. Die Angriffe auf Einsatzkräfte im Stadtteil Connewitz seien «bewusste und gezielte Angriffe auf Menschenleben» gewesen, teilte er am Mittwoch mit. Das Vorgehen grenze an versuchten Totschlag und habe nichts mit den «ansonsten ausgelassenen Feierlichkeiten zum Jahreswechsel in der Stadt Leipzig zu tun». Wöller kündigte an, die Straftaten «mit aller Härte des Rechtsstaates» zu verfolgen.

In der Silvesternacht wurde im linksalternativ geprägten Stadtteil ein 38 Jahre alter Polizist durch Pyrotechnik schwer verletzt. Mehrere Menschen hätten Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper auf Einsatzkräfte geworfen, so die Polizei. Der 38-Jährige wurde getroffen und verlor das Bewusstsein. Er musste nach Angaben der Polizei im Krankenhaus notoperiert werden. Drei weitere Beamten erlitten leichte Verletzungen.

Die Polizei nahm neun Menschen fest, drei von ihnen wurden in der Nacht wieder entlassen. Das Polizeiliche Extremismus- und Terrorismus-Abwehrzentrum (PTAZ) Sachsen, konkret die Soko LinX, hat die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags übernommen. In Connewitz war es an Silvester in der Vergangenheit immer wieder zu Ausschreitungen gekommen.

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