Sorge um Wintersaison: Sachsens Gastro-Branche besorgt

Leipzig (dpa) - Die Hotel- und Gaststättenbranche blickt mit Sorgen auf die kommende kalte Jahreszeit. In der Corona-Krise habe es zwar eine gute Unterstützung durch die Politik gegeben. «Dennoch ist es so, dass wir Angst haben jetzt vor dem Herbst», sagte der Präsident des sächsischen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Axel Hüpkes, am Dienstag in Leipzig. Nach wie vor fehlten Geschäftsreisende. Weihnachts- und Betriebsfeiern seien in Sachsen zwar wieder möglich, würden aber höchstens sehr kurzfristig gebucht.

Einer bundesweiten Umfrage des Dehoga zufolge rechnen die Mitgliedsunternehmen im Schnitt mit einem Umsatzminus von rund 40 Prozent im Jahr 2020. Ungefähr die Hälfte der Betriebe sehe eine Existenzgefährdung.

Positiv habe sich die Absenkung des Mehrwertsteuersatzes für Speisen von 19 auf 7 Prozent seit 1. Juli des Jahres ausgewirkt, sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführer Axel Klein. Diese Regelung müsse «verstetigt» werden. Bisher ist sie bis 30. Juni nächsten Jahres befristet.

Klein forderte zudem, dass im sächsischen Landeshaushalt in den nächsten drei Jahren jeweils 10 Millionen Euro für das Tourismusmarketing eingeplant werden. In diesem Sommer habe sich gezeigt, dass Werbung in anderen Bundesländern wirke. Die Ferienregionen in Sachsen seien gut gebucht gewesen.

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