Tag der Befreiung: Linke plädiert für Dialog mit Russland

Bautzen (dpa/sn) - Zum Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus haben Sachsens Linke ein besseres Verhältnis des Westens zu Russland angemahnt. «(...) weniger mit dem Säbel rasseln, aber mehr miteinanderreden», sagte Linke-Fraktionschef Rico Gebhardt am Mittwoch bei einer Gedenkveranstaltung in Bautzen. «Mit großer Besorgnis müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die Politik insbesondere in Westeuropa - aber auch in einigen osteuropäischen Ländern - in zunehmendem Maße von antirussischen Vorurteilen beherrscht wird.» Das gelte in der Außenpolitik genauso wie in der Wirtschaftspolitik.

Gebhardt erinnerte an die großen Verluste der Roten Armee und ihrer Alliierten im Zweiten Weltkrieg. «Millionen opferten ihr Leben im Kampf, im Krieg gegen die menschenverachtende Herrschaft Nazideutschlands. Gegen den Massenmord an den europäischen Juden. Gegen die Ermordung und Versklavung der Bevölkerung der besetzten Länder.» Der Linke-Politiker verband den Tag der Befreiung mit zwei Gedanken: «Diejenigen, die Zerstörung und Tod wollten, wurden selbst deren Opfer. Diejenigen, die das Leben verteidigten, wollten nie wieder Krieg.» An diese Erkenntnis müsse auch 74 Jahre nach Ende des Kriegs und künftig erinnert werden.

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    1
    Interessierte
    09.05.2019

    Das wäre mal eine gute Idee von ihm ...



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