Umfrage: Keine Mehrheit für schwarz-rote Landesregierung

Dresden (dpa/sn) - Rund ein Jahr vor der Landtagswahl in Sachsen ist die Landesregierung aus CDU und SPD in einem Umfragetief und hat bei den Wahlberechtigten keine Mehrheit mehr. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des MDR hätte außerdem keine althergebrachte Koalition mehr eine Mehrheit.

Wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl, wäre die CDU in Sachsen mit 30 Prozent der Stimmen stärkste Kraft in Sachsen. Gegenüber der Landtagswahl 2014 hätte sie aber 9,4 Prozentpunkte verloren. Sie würde sich im Vergleich zum Bundestagswahlergebnis in Sachsen aber wieder vor die AfD setzen.

Neue zweistärkste Kraft in Sachsen wäre die AfD mit 25 Prozent (plus 15,3), gefolgt von den Linken mit 18 Prozent (-0,9). Die mitregierende SPD käme auf 11 Prozent (-1,4), die Grünen auf 6 Prozent (+0,3). Die FDP erreichte 5 Prozent (+1,2) und könnte damit in den Landtag wieder einziehen.

In Sachsen wären damit Bündnisse zwischen CDU und AfD oder Linken regierungsfähig. Das schließen die Parteien derzeit aber aus. Möglich wäre außerdem eine Vier-Parteien-Koalition aus CDU, SPD, Grüne und FDP.

Bei der Beurteilung der Landesregierung halten sich Zufriedene (48 Prozent) und Unzufriedene (49 Prozent) zwar die Waage - erstmals überwiegt aber der Anteil der Wahlberechtigten, der mit der Landesregierung unzufrieden ist.

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