Vom Mut zur Wende

Herbst '89: Vor 30 Jahren fanden in Plauen die ersten Massendemonstration der Wendezeit statt. Im Vogtland knickte die Staatsmacht der untergehenden DDR bereits am 7. Oktober vor der Bevölkerung ein. Seitdem ringt man in der Stadt um Würdigung: Wer hat was und wie viel zur friedlichen Revolution beigetragen?

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10Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    0
    Malleo
    08.10.2019

    OlafF
    Danke, aber es gibt viele solcher Geschichten.
    Und es kommt nicht darauf an viel Glück zu haben sondern viel Zufriedenheit.
    Mein Lebensmotto war deshalb stets:
    "Wenig hervortreten, viel leisten, mehr sein als scheinen"
    von Schlieffen

  • 3
    0
    OlafF
    08.10.2019

    @Malleo: 10 Daumen, wenn ich hätte, für Ihre geschilderte Lebensleistung und Ihre Erfahrungen mit dem System. Für viele kommt die Anerkennung jedoch leider zu spät oder wurde nie geschätzt. Wie fühlte man sich als Ingenieur , wenn man an Technologien entwickelt und gebaut hat, die keiner mehr braucht, sei es durch Wegfall des Eisernen Vorhanges oder durch das Wegbrechen ganzer Industrien ?Abgewickelt, Vorruhestand oder Umschulung… Alle haben den Umstieg nicht geschafft. Diese Generation ist jetzt im Ruhestand, ihre Ratschläge verstummen in den lärmenden Räumen einer Welt, die dominiert ist von Romantik, Idealismus und Populismus. Kaum Raum noch Zeit um nach hinten zu schauen und eines Materialprüfers würdig zu sortieren, was tragfähig ist oder ersetzt werden muss. Also entweder weiter den Mund aufmachen oder abwarten was zusammenbricht.

  • 1
    0
    OlafF
    08.10.2019

    Wenn du ein gutes Werk und dem anderen wirklich wohl getan hast, warum bist du dann gar so töricht, ein Drittes zu begehren, nämlich den RUHM , ob solcher Tat oder irgend eine Vergeltung? (Marc Aurel)

    Ich glaube nicht, dass irgendjemand uns vorwerfen kann, wir könnten nicht mit Freiheit und Demokratie umgehen, weil wir es nicht gelernt hätten. Aber es ist auch kein besonderer Verdienst, am überall in der Welt gescheiterten Experiment „Sozialismus“ teilgenommen zu haben. Der Erfolg bei der friedlichen Revolution, lag bei vielen Einzelnen an der Basis. Schon im Vorfeld war klar, dass nur mit Weitsicht, Ruhe und Besonnenheit, Schritt für Schritt die Gefahr einer Eskalation vermieden werden konnte. Der Vorteil dabei war, dass Intellektuelle, Arbeiter, Selbstständige, ja selbst die meisten Staatsbediensteten wussten, dass der Staat am Ende war und es so nicht weitergehen konnte. Kaum Einer oder Eine hatten einen Plan, wie so etwas von statten gehen sollte. Man wohnte Tür an Tür und war es gewohnt zusammenzuhalten, warum sollte man dann für eine Sache kämpfen, welche längst verloren war? Die „bösen“ Mächte im kapitalistischen Ausland, die waren selbst überrascht und genauso unvorbereitet. Die Probleme unserer heutigen Gesellschaft, allein auf die Folgen der damaligen Ereignisse zu reduzieren, lenkt vom Thema ab, und den späten RUHM braucht keiner mehr.

  • 5
    0
    Malleo
    08.10.2019

    Es sind die persönlichen Erfahrungen und deren unbedingte Eingebundenheit in einen geschichtlich beispiellosen Vorgang, die mich bewegen, diesen Zeitraum einmal etwas ausführlicher zu reflektieren.
    Mit 39 stand man mitten im Leben und in der DDR sozialisiert.
    Bis heute setzen Familie, Arbeit, Reisen und Sport die Prioritäten- nicht zu vergessen das politische Engagement, heißt den Mund aufmachen.
    Die berufliche Entwicklung verlief unspektakulär- Gymnasium, Studium, wissenschaftliche Assistenz, Arbeitsaufnahme in der SDAG Wismut.
    Aufgrund der Ausbildung mit Schwerpunkt Werkstoffprüfung und Schadensdiagnostik lernte ich tiefste Schächte und Aufbereitungsanlagen dieses Industriegiganten kennen und die Überzeugung, dass es zum Betrieb all dieser Bergwerke viel Verstand, Kompetenz und einer „ruhigen Hand“ bedarf.
    Diese Zeit war spannend und unheimlich vielseitig.
    Der Umbruch des „gärigen Haufens DDR“ kündigte sich absehbar an, das Uran – immerhin 230.000 to für die Sowjets, brauchte man plötzlich auch nicht mehr.
    Ein ganzer Industriezweig war Geschichte.
    Als Teil der SDAG Wismut verblieb die Firma beim Bundeswirtschaftsministerium und wurde für Investoren herausgeputzt.
    Das Danach sollte aber noch viel spannender werden, denn viele neue Erfahrungen verändern bekanntlich auch überkommene Maßstäbe.
    Das Wort Wehleidigkeit, was vielen Mitteldeutschen immer wieder nachgesagt wird, ist in unserer Familie allerdings unbekannt.
    Wer aber 1989 so naiv war, dass er der Persil-Werbung ebenso viel glaubte, wie dem Versprechen nach blühenden Landschaften, wurde zweifelsfrei enttäuscht und fand sich, unabhängig von Bildung, Fleiß, Engagement oder all den Eigenschaften, die notwendig sind, um selbstbestimmt ein Leben für sich und die Familie zu gestalten, schnell in einer Umbildungsmaßnahme oder auf dem Arbeitsamt wieder.
    Es bedurfte viel Glück aber auch ein Stück weit jener benannten Eigenschaften und einer Firma, die sich mit dem Fachwissen der Mitarbeiter dem Markt erfolgreich stellte, um von der häufig wenig sozialen Marktwirtschaft gleichfalls zu partizipieren.
    Tief eingeprägt haben sich bei mir Situationen als in Stufen die Mitarbeiterzahl von ca. 1800 auf 600 reduziert wurde.(BAC Cainsdorf)
    Bis 1995(Privatisierung) konnte sich die Firma dank sehr guter Ausrüstung und kompetenter Facharbeiter mit einem breiten Produktspektrum am neuen Markt etablieren.
    Der Durchbruch gelang der „ehemaligen KMH“ (Hersteller des „Blauen Wunders“ in Dresden) 1995 mit der Lieferung des von Stararchitekt Calatrava entworfenen Mittelstückes der Oberbaumbrücke in Berlin.
    Der Berliner Senat kam mit Bus in die Firma, denn man konnte nicht glauben, dass in Sachsen dieses anspruchsvolle Bauwerk realisiert werden sollte.
    (Bei einer vergleichbaren Episode rutschte mir die Bemerkung heraus, dass man in Sachsen schon Autos baute als in einem benachbarten Bundesland Gummistiefel das bevorzugte Schuhwerk waren, weil die Landwirtschaft dominierte.)
    Als dann 1995 die Privatisierung folgte, war das erneut mit einer drastischen Mitarbeiterentlassung verbunden.
    Die Kompetenz jener Geschäftsführer stellte sich für das Marksegment als recht marginal dar, man führte bis dato „bessere Schlossereien“, die zweite Führungsebene ermöglichte aber ein wirtschaftliches Überleben von 10 Jahren.
    Seit 2005 realisiert die Firma an einem neuen Standort und Namen vorrangig anspruchsvolle Projekte der Verkehrsinfrastruktur für Schiene und Straße in Europa. (Stahlbrücken)
    An dieser Entwicklung durchgängig teilhaben zu dürfen, prägte mein Berufsleben nachhaltig.
    Viele, die nicht der Arbeit hinterherzogen und in ihrer Heimat blieben, durften sicher vergleichbare Erfahrungen machen sofern alle Mitarbeiter an den richtigen Stellschrauben drehten.
    Wieviel tausendfach gelang das aber nicht?
    Unabhängig davon haben all die Menschen mit teils gravierenden Brüchen im Leben, den unschätzbaren Vorteil, ob der Sozialisierung in zwei völlig verschiedenen Gesellschaftssystemen, sehr deutlich und sensibel (Fehl-)Entwicklungen erkennen zu können, die in keinem noch so hochkarätigen Seminar gelehrt werden.
    So kann jeder, der 1989 die Mauer in Berlin und am Eisernen Vorhang wegfegte, seine mehr oder weniger erfolgreiche Lebensgeschichte erzählen.
    Angesichts der epochalen Herausforderungen, denen sich dieses Land- nicht ganz unverschuldet- zu stellen hat, fahren die Menschen in Mitteldeutschland gerade heute ihr keineswegs durch Einheitsfeiern verschüttetes Sensorium aus, um zu sagen, wir wissen wie es geht, wenn von den sogenannten politischen Eliten die Realität verdrängt oder negiert wird.
    Deshalb ist es auch dringend geboten, dass man dieser Demokratie, die 1989 über die DDR und ihre Menschen gekommen ist, kritische Fragen stellen und Fehlentwicklungen benennen muss.
    Wenn das in Sachsen besonders ausgeprägt ist, nun, ihnen sagt man ja gern nach, dass sie sensibler, präziser und ingenieurmäßiger sind, wenn es um Fragen der Gerechtigkeit und um die Einhaltung von Regeln geht.
    Da mich, wie erwähnt, auch der Uranerzbergbau in Sachsen geprägt hat, ist mir „ mente et melleo“ (Geist und Hammer oder „denke und schlage“) geläufig.
    In Abwandlung dessen wünsche ich mir von den Rechtsstaatverwaltern häufiger jenes- viel(!) denken und erst dann agieren!
    Sachsen und Bergbau gehören zusammen, begründen sich doch der Reichtum, die kulturelle Vielfalt(!) und die industrielle Entwicklung aus dieser Arbeit, eben -
    „Alles kommt vom Bergwerk her“

  • 10
    17
    Malleo
    07.10.2019

    distel
    Sprechen Sie immer im Plural, wenn Sie etwas von sich geben?
    Ich höre mir in einer Stunde ein interessantes Referat an und das im schönen Bad Schlema.
    Die FP berichtet sicher nicht davon, wird von der bösen WerteUnion organisiert!

  • 10
    18
    Distelblüte
    07.10.2019

    @malleo: Und ich dachte, Sie erfreuen uns erneut mit einem Adenauer-Zitat...

  • 15
    17
    Malleo
    07.10.2019

    distel ..
    Vertrauen Sie z.B. der Arbeit von IM Kahane und ihrer Stiftung!
    Das passt dann schon!!

  • 26
    3
    Echo1
    07.10.2019

    Was wollten wir DDR-Bürger zu dieser Zeit?
    Einige nur eine bessere DDR mit mehr Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und etwas mehr Freiheit ("Wir wollen doch nur mal sehen, wie der Westen ist. Wir kommen doch wieder"). Einige, aber nicht alle, wollten
    nur weg, in den Westen. Und dann wollten
    die Mehrheit schon die Einheit mit der
    D-Mark. Und wo stehen wir jetzt mit den errungenen Freiheiten weltweit?
    Eine ehrliche Analyse wäre wichtig.
    Bitte Vertreter des Neuen Forums, Bündnis 90, die wirklich Aktiven des Widerstandes
    äußert Euch. Wie ernst habt Ihr es gemeint
    mit Freiheit und Demokratie? Dieser Feiertrubel ist mir schon wieder zu viel Blendwerk.

  • 10
    4
    Nixnuzz
    07.10.2019

    Gute Idee!..aber haut den Wessies nicht alles auf einmal um die Ohren. Gibt den euch zugewandten Menschen die Chance, sich ihr Bild vom jetzigen "Neuen Deutschland" zu machen. Nennt man glaub ich Empathie... Manche haben ja auch eine eigene langfristige Historie, die schon mit Kriegsende auch für die beginnt..

  • 13
    11
    Distelblüte
    06.10.2019

    "Wir müssen wirklich aufarbeiten, was gewesen ist. Das ist uns nach dem Krieg nicht gelungen. Wenn uns das jetzt auch wieder nicht gelingt, dann kommt in 30 oder 40 Jahren dieselbe Scheiße wieder hoch."
    Vielleicht fangen wir jetzt mal damit an.



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