Zwei weitere Corona-Infektionen in Sachsen: Nun vier Fälle

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Sachsen hat sich auf vier verdoppelt. Ein Mann und eine Frau wurden nach einem Italien-Trip positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet. Sie befinden sich in häuslicher Isolation.

Dresden (dpa/sn) - In Sachsen ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle auf vier angestiegen. Wie das Gesundheitsministerium in Dresden am Samstag mitteilte, sind ein Mann aus dem Landkreis Leipzig und eine Frau aus dem Kreis Bautzen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden. Beide waren zuvor in Südtirol gewesen und hatten sich mit milden Erkältungssymptomen beim Hausarzt beziehungsweise dem Gesundheitsamt gemeldet.

Wie ihre Ehepartner, bei denen die Tests negativ ausgefallen seien, befänden sie sich nun in häuslicher Quarantäne. Laut Gesundheitsministerium seien weitere Kontaktpersonen der Infizierten ermittelt und getestet sowie für zwei Wochen in häuslicher Isolation untergebracht worden.

Alle vier infizierten Personen in Sachsen sind den Angaben zufolge Rückkehrer aus Norditalien. Am Freitag war die Infektion bei einem Leipziger festgestellt worden. Der Mann befindet sich in einem Sonderisolierzimmer im Klinikum St. Georg. Zuvor war am Montag eine erste Infektion in Sachsen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden - bei einem 67 Jahre alten Busreisenden aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Am Donnerstagabend war Südtirol vom Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogebiet eingestuft worden. Daneben gelten auch die italienischen Regionen Emilia-Romagna, Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien als Risikogebiete - ebenso wie Regionen in China, Südkorea und dem Iran.

Bei der Landesdelegiertenkonferenz der Grünen in Annaberg-Buchholz mussten zwei Delegierte vor Beginn der Versammlung aus Gründen der Vorbeugung abreisen. Die Vorsitzende der Grünen Jugend in Sachsen, Merle Spellerberg, sowie eine weitere Frau waren innerhalb der vergangenen zwei Wochen in Südtirol. Das Gesundheitsamt hatte Auflagen verhängt. So mussten alle Delegierten befragt werden, ob sie sich zuletzt in Risikogebieten aufgehalten und Symptome einer Erkrankung haben. Zugleich mussten alle Teilnehmer dokumentiert werden.


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