Farbenfrohes für den Balkon

Auch wenn der Frühling noch etwas schwächelt: Eine Floristin zeigt, wie schön es jetzt schon blühen kann und was im Trend liegt.

Der Duft der weißen Hyazinthen lockt bei Sonnenstrahlen die Wildbienen an. Und nicht nur sie freuen sich über den bunten Balkonkasten mit Frühjahrsblühern, den Floristin Dinah Lisek aus Dresden bepflanzt hat: "Im Trend ist ein farblich abgestimmter Mix, den Blumenzwiebeln dominieren, gepaart mit Hornveilchen, Tausendschönchen und Primeln." Die Rot-, Weiß- und Lilatöne passen sich dem Braun des Terrakottakastens an. Auch die Farbmischung in Weiß-Blau mit Hyazinthen, Tulpen, Duftnarzisse und Tausendschönchen ist ein Hingucker.

Auch Zink, Korb, Holz- oder Emaille-Gefäße würden sich sich zur Bepflanzung mit Frühjahrsblühern eignen, sagt Lisek. Gern verwendet sie ausgediente Töpfe, Schüsseln oder Pfannen, die so recycelt werden und Akzente setzen.

Auch wenn im März durchaus noch ein paar kalte Tage bevorstehen, so kann die richtige Wahl schon in den nächsten Wochen für Farbe vor dem Fenster sorgen. "Da einige Frühjahrsblüher wie Primeln aber frostempfindlicher sind, empfehle ich, die Kästen nachts bei Minusgraden mit Vlies abzudecken oder in die Wohnung zu stellen", sagt die Floristin. Gegossen werden muss nur einmal in der Woche, damit keine Staunässe entsteht. Alle zwei Wochen ein wenig Dünger schafft den nötigen Nährstoff für die Blumenoase. Dinah Lisek hat zwischen ihre Blütenvariationen kleine Tonscherben, Heidelbeerkraut, Apfel- und Kirschbaumzweige, Moos und Steckzwiebeln drapiert. Auch Flechten würden sich als Schmuck eignen. "Für den kompakten kleinen Garten sollten die Blumen nicht zu weit auseinanderstehen, sondern eng bepflanzt werden", sagt Lisek.

Zwiebelblumen würden nicht viel Platz benötigen. Wenn sie - meist eher als die anderen - verblüht sind, haben Veilchen und Primeln Platz, sich auszubreiten. Die Zwiebeln können dann, wenn sie abgetrocknet sind, im Herbst in den Garten gesetzt werden. Liseks Auswahl für den Balkonkasten:

Hornveilchen: An den verzweigten Stielen setzen die Veilchen fast die ganze Saison Blüten in verschiedenen Farbvariationen an. Hauptblütezeit ist aber der März. Hornveilchen säen sich oft wild aus und finden sich später auch an anderen Stellen in Töpfen oder im Garten.

Traubenhyazinthe: Sie blüht in Blau und Weiß von März bis Mai. Sie bildet Tochterzwiebeln, die man im Sommer von der Mutterzwiebel abtrennen und neu pflanzen kann.

Hyazinthe: Der kräftige Blütenstängel mit dichter Traube glockenförmiger Blüten wird 15 bis 30 Zentimeter hoch. Im Februar zeigen sich erste Blattspitzen.

Schachbrettblume: Hingucker sind die Blüten mit rosa bis purpur gefärbten schachbrettartig gemusterten Glocken. Diese Wildpflanze blüht bis in den Mai.

Tausendschönchen (Bellis): Blüht bis in den Sommer. Verblühte Blütenstiele sollte man entfernen, um eine Selbstaussaat zu verhindern. Im Gewächshaus vorgezogene Blumen sind bei Frost zu schützen.

Primel: Primula bedeutet die Erste. Tatsächlich sind die farbenfrohen Pflanzen meist die ersten Blühpflanzen im Jahr. Auch Primeln lassen sich im Garten auspflanzen und blühen mehrmals.

Tulpe: Sie blüht in unterschiedlichen Farben von März bis Mai. Viele Sorten sind langlebiger, wenn man sie nach dem Eintrocknen des Blütenstängels ausgräbt und an einem luftigen kühlen Ort übersommert.

Vergissmeinnicht: Die Blume wird je nach Sorte 20 bis 40 Zentimeter hoch und bildet lange Blütenstiele. Blüht bis in den Juni. Meist in blau, aber auch weiß und hellrosa.

Duftnarzisse: Blüht im Weißton. Die Blütezeit ist von März bis Mai. Da die Narzissen meist um die Osterzeit blühen, werden sie auch als Osterglocken bezeichnet.

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