Auerbach nimmt umstrittenen Malitexteich ab

Vertreter von Stadt und Kreis-Naturschutzbehörde haben am Donnerstag den umstrittenen Malitexteich neben dem Einkaufszentrum Mühlgrün überprüft und für gut befunden - jedenfalls ziemlich. Um die Wiederanlage des Gewässers gab es einen jahrelangen Streit zwischen dem Mühlgrün-Investor Josef Saller und der Stadt Auerbach. Saller hatte sich lange geweigert, dort wieder ein Feuchtbiotop zu schaffen. Als er es dann errichten ließ, verzichtete er kurzerhand auf die eigentlich vorgeschriebene Tonschicht, die den Untergrund abdichten sollte. Der Teich wird über eine Pumpe permanent mit Wasser aus der Göltzsch befüllt. Wenn einige Tage nichts zuläuft - etwa weil die Einlaufstelle mit Laub verstopft war - sinkt der Wasserspiegel nach Beobachtung von "Freie Presse" deutlich ab. Dieses Phänomen brachte der Vertreter der Naturschutzbehörde nach unseren Informationen auch beim Ortstermin zur Sprache. Offenbar hat die Stadt damit keine Probleme: Bauamtsleiter Patrick Zschiesche machte sich auf Nachfrage die Argumentation der Firma Saller zu eigen, wonach sich die Sedimente im Laufe der Zeit sicher noch setzen und die zunehmende Verdichtung dann Wasserverluste unterbindet. (bap)

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Tauchsieder
    28.07.2019

    Zitate aus dem Text: "- ... vorgeschriebene Tonschicht, ... wird mit einer Pumpe permanent mit Wasser aus der Göltzsch befüllt, ... hat die Stadt damit keine Probleme: Bauamtsleiter Patrick Zschiesche machte sich auf Nachfrage die Argumentation der Firma Saller zu eigen ... -"
    Ja geht`s denn noch. Ein Besitzer einer Firma tanzt der Stadt auf der Nase herum und die lässt sich dies noch gefallen, ja übernimmt sogar dessen Argumentation. Ist man schon so weit, dass man keine eigene Meinung mehr hat, oder schulden solchen Äußerungen, ist möcht es mal vorsichtig formulieren, einer gewissen Unkenntnis über diese Materie.
    - Eine Tonschicht war vorgeschrieben, warum nimmt man dann etwas ab, was hier nicht umgesetzt wurde?
    - Wer übernimmt die Stromkosten für die Pumpe und wer reinigt ständig den Einlaufbereich des Gewässers, müssen hier Steuergelder und die Mitarbeiter des Bauhofs herhalten?
    - Wie erklärt man dem Bürger, dass zur Zeit kein Wasser aus öffentlichen Gewässern entnommen werden darf, hier aber ständig Wasser aus der Göltzsch gepumpt werden muss und hat die Stadt Auerbach dafür eine wasserrechtliche Genehmigung?
    Diese Fragen beschäftigen die Bürger. Vielleicht hat ja die Stadt Auerbach und vor allem der Bauamtsleiter dazu eine EIGENE Meinung .



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