Auerbach radelt um die Wette

Zum siebten Mal hat die Drei-Türme-Stadt gestern einen Aktivtag im Hofaupark ausgerichtet. Beim Städtewettbewerb war Ausdauer gefragt.

Auerbach.

Normalerweise ist der Auerbacher Aktiv-Tag zum Schnuppern da. Auf der Showtruck-Bühne geht es aber jedes Jahr richtig zur Sache. Zum elften Mal suchte und fand die Stadt gestern ehrgeizige Radler. Gäste konnten sich auch spontan beteiligen. Innerhalb von sechs Stunden mussten so viele Kilometer wie möglich geschrubbt werden. Denn die Konkurrenz schläft nicht. Insgesamt 25 Kommunen aus vier mitteldeutschen Bundesländern haben es auf Preise abgesehen. Am 3. Oktober radelt die letzte. Dann steht fest, wer satte 8000 Euro oder eben etwas weniger einstreichen darf.

Dass Auerbach nicht unter den Gewinnern sein wird, steht seit gestern Abend fest: mit 235,155 Km, erradelt von 133 Teilnehmern, reicht es aktuell für Auerbach nur zu Platz 13 in der Städte-Rangliste. Damit rangiert die Drei-Türme-Stadt einen Platz hinter Falkenstein, das beim Straßenfest im Juni 243,073 Km schaffte.

Seit 15 Jahren veranstalten zwei Energiedienstleister solche Wettbewerbe. Auf der Bühne stehen zwei Räder: Kinder sollen mindestens fünf Minuten in die Pedale treten, Erwachsene maximal zehn. Das bislang bestes Ergebnis erreichte Auerbach 2017 mit 335 gefahrenen Kilometern. Das reichte für Platz fünf.

Wie in jedem Jahr schickte gestern die LSG Auerbach Starter in den Sattel. Für einige beinhaltete der Aktivtag somit einen doppelten Kraftakt: An gleicher Stelle richtete die LSG einen Staffellauf aus. "Manche von uns sind also vor dem Radeln schon 400 Meter gesprintet", sagte Vereinschefin Oda Engelmann-Seibert. Um mit möglichst vielen gut gerüstete Leichtathleten antreten zu können, wurde einiges an Vorarbeit geleistet: "Wir haben unsere Kinder, die in ihrer Freizeit Rad fahren, gezielt darauf angesprochen."

Einen Wettstreit lieferten sich zum 7. Aktiv-Tag auch Drei- bis Sechsjährige: per Laufrad beim Bambini-Cup. Zu den fast 20 Vereinen und sportlich orientierten Einrichtungen im Stadtgebiet, die sich Besuchern vorstellten, gehörte das EWTO Zentrum Wing Tsun. Dessen Leiter André Hofmann fehlte bislang bei keiner Ausgabe. Er und seine Mitstreitern gaben Einblicke in diese 350 Jahre alte und in China erfundene Kunst der Selbstverteidigung.

Bei Kindern sei das Angebot auf Gewaltprävention ausgerichtet, sagte Hofmann. Ihnen empfahl er auch, defensiv zu reagieren, wenn sie von zweifelhaften Fremden angesprochen werden. "Die erste und beste Aktion ist immer wegrennen", betonte der Zentrumsleiter. "Abstand halten, lautstark Hilfe suchen, nicht in Konfrontation gehen", riet er. Für Männer sei ebenfalls defensives Auftreten zur Deeskalation Mittel der Wahl. Frauen legte André Hofmann indes ein ganz anderes Verhalten nahe. "Sie müssen aggressiv auftreten", sagte er. "Leute, die auf Frauen losgehen, suchen meistens Opfer."

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