Bautrupps kommen schnell voran

Das Wetter hat einen günstigen Einfluss auf die Arbeiten an der Bergener Straße in Werda. Der erste Abschnitt konnte um 120 Meter verlängert werden.

Werda.

Zwei Jahre müssen Anwohner der Bergener Straße in Werda durchhalten wegen der Baustelle vor ihrer Haustür: Der Kanal wird ausgetauscht, die Trinkwasserleitung erneuert und ein unterirdisches Regenrückhaltebecken errichtet. Dann folgen sämtliche Hausanschlüsse. Zu guter Letzt wird die Straße neu gebaut und ein Gehweg, der bislang fehlt. Auch die Straßenbeleuchtung wird modernisiert.

Gebaut wird seit Ende April und zunächst bis Anfang November. Dann könne der Verkehr auf dem ersten Abschnitt wieder rollen, kündigt Projektleiterin Vera Kurpiuhn vom Amt für Straßenunterhalt im Landratsamt an. Diese erste von zwei Etappen der fast 700 Meter langen Baustrecke reicht vom letzten bebauten Grundstück 410 Meter in den Ort hinein. Und sie ist 120 Meter länger als ursprünglich veranschlagt. "Der Baustand liegt wegen guter Organisation und nicht zuletzt wegen des guten Bauwetters deutlich vor dem Zeitplan", sagt Kurpiuhn. Somit verbleiben nächstes Jahr für den zweiten Abschnitt bis zur Staatsstraße 303 noch 270 Meter.

Drei Partner sind an dem 1,65 Millionen Euro teuren Projekt beteiligt. Der Zweckverband Wasser/Abwasser Vogtland (Zwav) kümmert sich um Regenrückhaltung und Leitungen; der Vogtlandkreis gibt Straße und Gehweg in Auftrag, die Gemeinde die Straßenbeleuchtung. Auf dem ersten Abschnitt gehen die Arbeiten des Zwav dem Ende entgegen, auch ein Großteil des Straßenbaus ist dort erledigt. Im Frühjahr folgt Abschnitt Nummer zwei.

Der Gemeindeanteil beläuft sich auf 91.000 Euro. "Es gibt aber eine feste Förderung von 50.000 Euro", sagt Bürgermeisterin Carmen Reiher (CDU). Das Landratsamt muss weiter auf seinen Zuschuss warten. 735.000 Euro wurden beantragt. "Wegen der angespannten Lage konnten die Mittel noch nicht bewilligt werden", erklärt Vera Kurpiuhn. Die Zustimmung des Freistaates zum sogenannten "förderunschädlichen vorzeitigen Maßnahmebeginn" liege jedoch vor. Das heißt, wegen der Dringlichkeit rückt der Freistaat von seinem Vorsatz ab, Zuwendungsbescheide nur vor Baubeginn zu erteilen.

Ende September 2019 soll die Vollsperrung komplett aufgehoben werden. So lange müssen Anwohner noch mit Einschränkungen klarkommen. Bis dato habe sie von Betroffenen noch nichts Negatives gehört, sagt Werdas Bürgermeisterin. "Wir sind froh, dass die Maßnahme endlich läuft." Denn lange war die bucklige Bergener Straße allenfalls notdürftig geflickt worden.

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