E Weihnachtsgeschicht

Harbest 1947. Wie sue viele annere Menschn aah in dere schwern Zeit musst siech e gunge Mutter miet iehre vier klann Kinner auf en weitn Weg machn. Vertriebn aus iehrer Haamet gings neis Ugewisse. Se hatt zwee Stunne Zeit, s Nietigste zammzepackn, noochert is fortgange. 27 Goahr alt woar die gunge Fraa, s gresste Kind 7, s klannste nuch net e Goahr. Wie se zeletzt be uns dohier dinn Vuegtland oakumme sei, wott niemand e Mutter miet vier Kinner aufnemme. Se sei zwangseigewiesn wuern. Sue is de Zeit vergange. Noochert hot de Mutter übern Suchdienst vorn Rueten Kreiz drfoahrn, ass dr Voater lebbt und in russischer Gefangenschaft is. Do woar de Fraad grueß. Übers Ruete Kreiz durft aah e Postkart iehn geschickt werdn,. E Fotografin hot von allen Viern e Foto gemacht, ass dr Voater sei Familie drkennt. Auf dr Postkart miet den Bild durft när mitgetaalt werdn, ass se allezamm nimmer drham lebn und r sellt , wenn r entlossn wird, noa die neie Adresse kumme. Woch fr Woch is vergange, Monat im Monat - e Zeit voll Wartn, Hoffning, Verzweifling. Und dr Voater is kumme! Die Postkart hot iehr Ziel drreicht! Se is dinne den Kriegsgefangenenlager von Hand ze Hand gange, und die Männer habn allezamm gegrinne... Des wollt eich de Meta heit drzehln und eich - Corona zen Trotz - e schäss Fest wünschen. (rmö)

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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    0
    mhaubold
    26.12.2020

    Ich lieb die Geschichten