Ellefelder Sammlerin öffnet ihre Schatzkiste für eine Ausstellung

An die 200 Mineralien und Gesteine sind ab Samstag im Falkensteiner Heimatmuseum zu sehen. Knapp die Hälfte stammt von Sandra Thoß. Sie hat ihre Sammlung einem kleinen Exponat begonnen.

Falkenstein.

Eine neue Sonderschau macht den Falkensteiner Heimat- und Museumsverein vorübergehend steinreich: Derzeit laufen letzte Vorbereitungen für die Eröffnung im ehemaligen Schloss, in dem das Museum untergebracht ist. Zwei Sammler aus der Region zeigen unter dem Titel "Faszination Mineralien & Gesteine" insgesamt an die 200 Exemplare: Die Ellefelderin Sandra Thoß und der vor vier Jahren verstorbene Grünbacher Manfred Schwind. Dessen Familie sagte einer leihweisen Überlassung von Steinen zu. Vom Verein stammt Passendes aus eigenem Bestand sowie historisches Karten- und Informationsmaterial.

Was sofort ins Auge fällt, sind knallige Farben mancher Sammlerstücke und mächtige Kristalle. Ein Achat aus der Türkei, ein Amethyst aus Brasilien und der Bergkristall aus Marokko zum Beispiel. So weit muss man Sandra Thoß zufolge aber gar nicht reisen, um gute Funde zu verzeichnen. Ihre 86 Exponate stammen vorwiegend aus dem Vogtland und Erzgebirge. Schönbrunn sei ein für Sammler interessanter Ort, sagt die 38-Jährige. Oder Bösenbrunn. Auch der Steinbruch am Rand von Bergen. Dort kommen unter anderem Baryt und Autonit vor. Letzterer hat noch einen anderen Namen. "Weil Autonit in Bergen gefunden wurde, nennen ihn einige Bergenit", weiß die Chemisch-biologische Assistentin und Biotechnologin.


In der Fachwelt heißen Autonit und Bergenit Urankalk-Glimmer. Wie die Bezeichnung erahnen lässt, hat es das Mineral in sich. "Er strahlt aber nicht so extrem wie Pechblende", erklärt Sandra Thoß. "Wenn man ihn in einem abgeschlossenen Gefäß aufbewahrt und nicht unbedingt auf den Wohnzimmertisch stellt, ist das kein Problem." Bei ganz genauem Hinsehen wird die Strahlkraft sogar sichtbar: "Unter einer Schwarzlichtlampe leuchtet er intensiv gelbgrün."

Sandra Thoß hat ihre Leihgaben selbst gesammelt, von Messen mitgebracht oder geschenkt bekommen. "An manches gelangt man nur über Händler", sagt die junge Frau. "Und das sind meistens die farbenprächtigsten Sachen." Den Grundstein ihrer Sammlung legte ein Mini-Bergkristall. Da war sie zehn Jahre alt und Gast in der Syrauer Drachenhöhle. Mit jedem weiteren Besuch untertage wurde die Schatzkiste voller. Irgendwann hörte sie auf zu zählen und peilt die Anzahl nur noch über den Daumen. "Es müssen um die 500 sein, vielleicht mehr."

Für Mineralien und Gesteine kann sich Sandra Thoß aus mehreren Gründen begeistern: "Vor allem wegen der Vielfalt. Es wird nie langweilig und immer wieder Neues gefunden. Und Quarz gibt es in sehr vielen verschiedenen Formen."

Die Mineralien- und Gesteinsschau im Falkensteiner Heimatmuseum kann bis zum 28.Juli besichtigt werden. Geöffnet ist samstags und sonntags jeweils von 14 bis 17Uhr.

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