Göltzschtalumgehung der B 169: Lückenschluss bis Ende 2021

Es wird tatsächlich wieder gebaut an der Trasse zwischen Siebenhitz und Dorfstadt, und im November wird endlich der zweite Abschnitt in Angriff genommen. Fertig gestellt werden soll dieser drei Jahre später als zunächst geplant.

Falkenstein/Rodewisch.

Lange Zeit war nichts mehr zu hören von der Göltzschtalumgehung: Altlasten verzögerten immer wieder den Bau, selbst der erste Abschnitt der neuen B 169 zwischen Siebenhitz und der Dorfstädter Straße (Kabelwerk) ist noch nicht vollendet. Das soll sich ändern: "Ab 24. Oktober werden die letzten 400 Meter asphaltiert, bis Jahresende ist alles fertig", sagt Mario Riedel, zuständiger Polier bei der Firma Strabag. Seit Wochen sind seine Leute im Bereich hinter dem Falkensteiner Bahnhof mit Planieren, Entwässerung und Frostschutz für die neue Trasse beschäftig, auch ein Regenüberlaufbecken ist entstanden. Man habe nur "ruckweise" arbeiten können, weil zwischendurch immer wieder belastetes Material abgefahren werden musste: "Die letzte Schlacke kam im Oktober weg", so der Polier. Schon seit 2016 laufen die Arbeiten an diesem Abschnitt.

Bereits hundert Meter vor der Straßenbrücke am Kabelwerk beginnt der zweite Bauabschnitt, der bis Auerbach-Richardshöhe führt und etwa 2,3 Kilometer lang ist. Ursprünglich sollte er 2018, dann 2019 fertig sein. Bisher stehen zwei Brückenbauwerke allein in der Landschaft, und das Baufeld ist "weitgehend" beräumt - doch am 4. November soll es richtig losgehen mit dem Straßenbau. Den Zuschlag für das Vorhaben hat die Firma Streicher Tief- und Ingenieurbau GmbH & Co. KG aus Jena erhalten. Auch Stütz- und Lärmschutzwände werden errichtet. Nach Auskunft des Landesamts für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) soll der zweite Bauabschnitt voraussichtlich bis Ende September 2021 fertig gestellt sein. "Im Anschluss erfolgen noch Ausrüstungsarbeiten für die Beschilderung, Markierung, Wegweisung und Schutzplanken", teilt das Amt mit. Nach kompletter Fertigstellung dieses Abschnitts im letzten Quartal 2021 sei dann eine durchgängige Befahrung von Falkenstein, Ortsteil Siebenhitz, bis Rodewisch, Lengenfelder Straße, möglich.

Laut Lasuv sollen die Arbeiten ohne Einschränkungen im überregionalen Verkehr erfolgen. Lediglich die Straße Am Anger in Falkenstein werde für den Brückenneubau über die Ortsumgehung und die Bahnstrecke voll gesperrt, dies aber erst ab 2020. Die Straße am Sportplatz erhält nach Auskunft des Amtes eine örtliche Umfahrung, damit die Siedlung Am Sportplatz ständig erreichbar bleibt.

Die Kosten für den Abschnitt sollen rund neun Millionen Euro betragen und werden vom Bund getragen. Die Stadt Falkenstein ist beteiligt mit der Erneuerung eines städtischen Kanalabschnittes und mit Arbeiten auf der Straße Am Anger.

Fertig ist die Göltzschtalumgehung nach Abschluss des zweiten Bauabschnitts trotzdem noch nicht: Zur Gesamtfertigstellung fehlen dann noch die Anbindung an die S 298, Dorfstädter Straße in Falkenstein sowie die nördliche Umfahrung von Rodewisch. "Derzeit laufen hier die Planungen im Rahmen der Bauvorbereitung", so Lasuv-Sprecherin Isabel Pfeiffer. Die Anbindung solle 2022, die Umfahrung 2023 in Betrieb genommen werden.

An der Verlegung der B 169 aus dem Göltzschtal wird seit September 2012 gearbeitet - damals begannen die Arbeiten in Rebesgrün.

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