Händler planen für die Zeit nach Corona

Für die Lengenfelder steht fest: Es muss ein Leben nach der Krise geben. Dafür wollen sie einiges tun.

Lengenfeld.

Die Jahreshauptversammlung des Lengenfelder Gewerbevereins musste ausfallen, so wie viele andere Veranstaltungen auch in der Zeit der Corona-Krise. Begraben wollen die Mitglieder ihre für dieses Jahr gefassten Pläne deswegen aber nicht.

Die Vorsitzende Gabriela Krauthahn sagt dazu: "Unsere Pläne liegen zwar auf Eis, das heißt, wir treiben aktuell nichts weiter voran, aber aufgegeben haben wir unsere Vorhaben für das laufende Jahr deshalb nicht." Im Juni wollte der Gewerbeverein in Lengenfeld eine Aktionswoche starten. "Wir wollen allen Geschäften die Möglichkeit geben, sich besondere Aktionen für ihre Kunden einfallen zu lassen, die auch in den Abendstunden stattfinden können, sodass jeden Tag etwas los ist", beschreibt Krauthahn die Pläne.

Auch das Thema Stadtgutscheine wollen die Einzelhändler weiter vorantreiben. Dazu Krauthahn: "Ausgehend von der Verlosung der Gutscheine im Rahmen unserer Einkaufsaktion zu Weihnachten kam dem Gewerbeverein voriges Jahr die Idee, Stadtgutscheine auszugeben, die jeder erwerben kann und die als Geschenk zum Beispiel für Firmenmitarbeiter gedacht sind, aber auch für jeden anderen Anlass", sagt Krauthahn. Dieser Stadtgutschein kann in den Lengenfelder Geschäften eingelöst werden.

Im Testlauf hatte der Gewerbeverein 65 solcher Stadtgutscheine im Wert von 25 Euro unter das Volk gebracht. Für die Vereinsvorsitzende ein Zeichen, dass dieses Projekt gut ankommt. Die Jahreshauptversammlung wollte die Vorsitzende auch für eine flammende Rede nutzen: "Ich habe schon alles vorbereitet, mir dieses Mal sogar aufgeschrieben, was ich sagen wollte, das mache ich sonst nie." Über ihr Anliegen sagt Krauthahn: "Ich möchte zuerst einmal die Menschen, die hier vor Ort arbeiten, dazu bewegen, in der Stadt einzukaufen." Das gelte in besonderem Maße für die Mitglieder des Gewerbevereins, deren Familien und Mitarbeiter. Gabriele Krauthahn sagt dazu: "Wir wären doch schon einen Schritt weiter, wenn wir untereinander konsequent die Angebote der Kollegen nutzen." Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben, findet sie. Die Vereinsvorsitzende möchte die Jahreshauptversammlung des Gewerbevereins nachholen, sobald es die äußeren Umstände wieder zulassen.

Während der Austausch mit den Mitstreitern des Vereins über künftige Höhepunkte auf Eis liegt, muss die Vorsitzende nun ganz andere Themen wälzen. "Es gibt sehr viele Anfragen von den Mitgliedern. Anfänglich war gar nicht klar, welche Geschäfte von den Schließungen betroffen sind. Von der IHK oder dem Bund der Selbstständigen kommen regelmäßig neue Informationen, die ich alle lese, um herauszufiltern, was für uns neu und wichtig ist." Diese Informationen leitet sie dann an die Vereinsmitglieder weiter. Und natürlich gebe sie auch wichtige Verhaltensregeln weiter. Zum Beispiel Regeln wie diese, so die Geschäftsfrau: "Jeder Verkäufer sollte sich nach jedem Kundenbesuch die Hände waschen, und auch das regelmäßige Desinfizieren der Türgriffe und des Kassenbereichs halte ich für wichtig."


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