Initiatorin kämpft für Wohnprojekt

Coschützer Schule soll Pflege-WG werden

Elsterberg.

Doreen Rahmig stellte in der jüngsten Sitzung des Elsterberger Stadtrates vor allem eine Sache klar: "Das Projekt liegt nicht auf Eis." Nach wie vor bleibe sie dran, um aus der alten Schule im Ortsteil Coschütz ein Wohnprojekt für Senioren zu machen. "Zwei Anträge auf Fördergeld laufen", sagte sie. Einen weiteren hat sie nach eigenen Worten in der vergangenen Woche auf den Weg gebracht. Kritik übte Rahmig an Elsterbergs Stadtchef Sandro Bauroth (FDP): "Ich hoffe auf mehr Kooperationsbereitschaft des Bürgermeisters." Der konterte: "Ich habe mein Bestes gegeben und alles ausgelotet, was möglich war."

Der Coschützer Ortsvorsteher und Stadtrat Andreas Oberlein (SPD) sprach dem Bürgermeister nötiges Fingerspitzengefühl im Umgang mit einer Investorin ab. "Der Umgang ist menschlich enttäuschend", sagte Oberlein. Er spielte darauf an, dass Rahmig, als sie eingangs darum bat, den Status ihres Projektes kurz erläutern zu dürfen, von Bauroth ans Ende der Sitzung verwiesen wurde und knapp zwei Stunden warten musste. "Ich habe immer Fingerspitzengefühl gezeigt", erwiderte Bauroth.


Doreen Rahmig macht sich seit zwei Jahren für eine Senioren-Wohngemeinschaft in der seit Jahren leer stehenden Schule stark. Zehn Arbeitsplätze sollen entstehen. Im Juni hatten die Bürgervertreter per Beschluss grünes Licht zum Verkauf der Immobilie für 95.000 Euro an Rahmig gegeben. Doch bis jetzt ist der Verkauf nicht über die Bühne gegangen.

Laut eines Gutachtens sind rund 2,5 Millionen Euro für den Umbau nötig. Aus Sicht der Pflegefachwirtin ist das ohne Fördergeld nicht zu stemmen: Sonst würden später die Mieten für die Bewohner einfach zu teuer. (em)

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