Kühler Kopf in heißer Vorbereitungsphase

Bei Kathrin Hager laufen die Organisationsfäden für den 4. Deutschen Winterwandertag zusammen

Schöneck.

Mit Kathrin Hager in diesen Tagen wenigstens einige Minuten ungestört reden zu wollen, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. In ihrem Projektbüro im Schönecker Loipenhaus am Haltepunkt Ifa-Ferienpark "Hohe Reuth" laufen die Organisationsfäden für den 4. Deutschen Winterwandertag zusammen. Wer eine Frage hat zu dem, was zwischen dem 22. und 26. Januar in und um Schöneck passierten wird, der ruft bei ihr an. Das Telefon steht deshalb selten still.

Ausgerichtet wird das Großereignis von der Stadt Schöneck und dem Verband Vogtländischer Gebirgs- und Wandervereine (VGWV). Kathrin Hager (57), die beruflich beim Kreissportbund Vogtland arbeitet, ist ehrenamtlich Präsidentin des VGWV. Sie übernahm die Arbeit im Projektbüro, als Anja Kummer, die eigentlich dafür vorgesehen war, kurzfristig ausfiel. Wanderfreunde aus ganz Deutschland und der Tschechischen Republik sollen das obere Vogtland erkunden. 64 Touren werden angeboten. Für alle liegen Anmeldungen vor, fünf sind ausgebucht. "Maximal 40 Teilnehmer - mehr sollten es pro Wanderung nicht sein", sagt die Organisationschefin.

Rund 70 ehrenamtliche Wanderführer und Helfer werden an den fünf Tagen im Einsatz sein. Jede Tour ist mit einem geschulten Wanderführer, einem Begleiter und einem Schlussläufer unterwegs. Das erfordert eine ausgefeilte Koordination, bis zum Öffentlichen Personennahverkehr. Denn wer sich angemeldet hat, kann kostenlos mit Bus oder Bahn nach Schöneck fahren.

Nun läuft die heiße Phase der Vorbereitung. "Es gibt bei der Vorbereitung der Wanderungen eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Sachsenforst und mit der Schönecker Tourismus- und Dienstleistungs GmbH", betont Kathrin Hager. Die Adorferin ist seit Kindesbeinen gern in der Natur unterwegs. Im Altern von drei Jahren meldeten ihre Eltern sie als Mitglied des ESV Lok Adorf an. Zum Verein gehörten die Sektionen Wandern, Bergsteigen und Orientierungslauf. Die frühere Orientierungsläuferin hat es gelernt, auch in stressigen Situationen die Übersicht zu behalten. Der spezielle Reiz des Wanderns besteht für sie darin, in der Gruppe oder auch gerne mal allein die Heimat zu erkunden.

2016, beim 116. Deutschen Wandertag in Sebnitz, gab der Vorstand des Deutschen Wanderverbandes der Bewerbung von Schöneck und des VGWV für den 4. Deutschen Winterwandertag statt. Vor zwei Jahren übernahm Bürgermeisterin Isa Suplie (CDU) im Fichtelgebirge den den symbolischen Staffelstab in Form eines Schlittens. (tm)

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