Neues Depot für Wehr in Altmannsgrün rückt näher

Stadtrat favorisiert einen Anbau ans Bürgerhaus - Hochwasseranalyse vorab

Altmannsgrün/Treuen.

Seit Jahren gilt das Depot der Freiwilligen Feuerwehr Altmannsgrün als nicht mehr zeitgemäß: Die Fahrzeughalle an der Zobes Straße verfügt weder über Umkleiden für die Kameraden noch über Sanitäranlagen. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab: Das neue Depot soll als Anbau an das Bürgerhaus errichtet werden.

Den entsprechenden Grundsatzbeschluss hat der Stadtrat Treuen in seiner Sitzung am Donnerstag gefasst. Nach ersten Schätzungen muss die Stadt mit Kosten in Höhe von rund 540.000 Euro rechnen, von denen rund 120.000 Euro aus Fördermitteln finanziert werden könnten.

Neben der Bereitstellung von Fördergeld hat das Neubau-Projekt noch eine andere Hürde zu nehmen: Weil das für den Anbau ans Bürgerhaus ins Auge gefasste Grundstück an der Schönauer Straße im Überschwemmungsgebiet der Trieb liegt, muss vorab eine sogenannte Hochwasserspiegellage erstellt werden, ein hydraulisches Gutachten, das potenzielle Überflutungsflächen entlang der Trieb auf rund einem Kilometer Länge untersucht. Der Auftrag für die Untersuchung wurde am Donnerstag ebenfalls vergeben, für rund 11.500 Euro will das ein Ingenieurbüro aus Plauen erledigen.

Neben dem Depotanbau ans Bürgerhaus waren auch ein kompletter Depot-Neubau, der Neubau einer Garage und die Ertüchtigung der bestehenden Fahrzeughalle erwogen worden. Diese wurden jedoch zugunsten der Anbau-Variante verworfen. Für die spricht aus Sicht der Stadt vor allem, dass im Bürgerhaus - die ehemalige Schule von Altmannsgrün - schon jetzt die Wehrleitung und der Schulungsraum der Feuerwehr untergebracht sind. Beim Anbau könnte man sich auf Fahrzeughalle und Sanitärbereich konzentrieren, wovon auch das Bürgerhaus profitieren würde. Das wird außer von der Feuerwehr vom Kultur- und Heimatverein, der Kirchgemeinde und vom Juzet genutzt.

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