Plauener Blumenpracht für die vogtländischen Staatsbäder

Die Gärtnerei Schlücker aus der Spitzenstadt beliefert Bad Elster und Bad Brambach regelmäßig mit verschiedenen Pflanzenarten. Bevor sie in die Erde kommen, muss einiges bedacht werden.

Bad Elster/Plauen.

Nicht nur Sonnenschein und schönes Wetter, sondern auch eine bunte Blumenpracht erhellen die Gemüter, insbesondere jetzt in den Zeiten der Corona-Pandemie. In den Kurorten Bad Elster und Bad Brambach legt man seit jeher großen Wert auf die Bepflanzung und deren optische Wirkung. Damit Einwohner und Kurgäste sich auch diesen Sommer wieder an einer bunten Artenvielfalt erfreuen können, sollen im Juni insgesamt 57.000 Pflanzen in die Beete der beiden Kurorte eingesetzt werden.

Bevor das passieren kann, werden diese Pflanzen von der Gärtnerei Schlücker in Plauen in mehreren großen Gewächshäusern vorgezüchtet. Die Herausforderung dabei ist, diese große Menge an Blumen so zu hegen und zu pflegen, dass sie gleichmäßig wachsen können. Deshalb kommen nur Jungpflanzen zum Einsatz. Die Gärtnerei bezieht diese von drei verschiedenen Jungpflanzenhändlern aus Thüringen und Nordrhein-Westfalen. Der Vorteil sei, dass das Wachstum bei Jungpflanzen durch regelmäßige und punktuelle Bewässerung beeinflusst werden kann, sagt Sandra Simon, die Chefin der Schlücker-Gärtnerei: "Nur so lässt sich gewährleisten, rechtzeitig tausende von Blumen nach Bad Elster und Bad Brambach ausliefern zu können und dass diese vor Ort zur selben Zeit gleichmäßig aufblühen."

Von Nelken über Knollenbegonien bis zu Ageratum-Blumen, in Bad Elster und Bad Brambach werden diesen Sommer insgesamt 13 verschiedene Arten aufblühen. Das sind etwas weniger als im vergangenen Jahr. Der Grund dafür: "Die Staatsbäder geben jedes Jahr einen neuen Bepflanzungsplan vor. Insbesondere in Bad Elster soll sich dadurch die Optik jährlich so abwechslungsreich wie möglich gestalten", so Sandra Simon.

Ziel ist immer, bis zum Brunnenfest alle Blumen ausgeliefert zu haben. Das Brunnenfest fällt zwar durch die Coronakrise dieses Jahr aus, aber am Zeitplan ändert sich nichts. "Ab Anfang Juni beladen wir unser Lieferfahrzeug und fahren die zahlreichen Pflanzen jeden Tag in das obere Vogtland", sagt die Pflanzenexpertin. In Bad Brambach werden die Blumen flexibel in den örtlichen Park eingesetzt. In Bad Elster hingegen sind genau zehn Beete vorgesehen. Dort wird streng darauf geachtet, dass jede einzelne Pflanze an die richtige Stelle kommt. Die Flächen im Beet sind auf den Meter genau vorherbestimmt. Alles muss passen, damit es optisch ein harmonisches Bild ergibt.

Schon seit Anfang der 1990er-Jahre arbeitet die Plauener Gärtnerei mit den Sächsischen Staatsbädern zusammen. Laut Volker Enk, Vater und Vorgänger von Chefin Sandra Simon, ist es bis heute ein gutes Zusammenarbeiten mit den Kollegen im oberen Vogtland. "Die Verantwortlichen in Bad Elster wussten schon immer ganz genau, was sie tun und worauf es bei einer guten Bepflanzung ankommt. Dort arbeiten alles Fachleute", sagt er.

Die Gärtnerei besorgt auch für die Innenstadt in Plauen und die Ortschaften Jößnitz und Straßberg entsprechende Pflanzen und sorgt dort für optische Hingucker. In der Spitzenstadt werden unter anderem ab Ende Mai Straßenlaternen und die markanten grünen Pyramiden vor der Stadt-Galerie mit Sommer- blumen verschönert.

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