Polizei stoppt Bus mit Illegalen

Mehrere Ukrainer wollten offenbar in Deutschland arbeiten. Sie wiesen sich mit regulären Dokumenten aus. Später verwickelten sie sich mit ihren Aussagen in Widersprüche.

Plauen/Treuen.

Für einen Kleinbus mit ukrainischer Zulassung war am Dienstagnachmittag im Vogtland die Fahrt zu Ende. An der Tank- und Rastanlage Vogtland-Süd der A 72 hatten Bundespolizisten das Fahrzeug kontrolliert und dabei einen Ukrainer fest und acht weitere ukrainische Staatsangehörige in Gewahrsam genommen.

Alle Personen waren in dem Kleinbus vermutlich in Richtung Berlin unterwegs. Sie wiesen sich zunächst mit gültigen biometrischen Reisepässen aus. Bei einer genaueren Überprüfung und Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Beamten laut Bundespolizei allerdings Hinweise, dass es für die Insassen nicht auf Urlaub ging, sondern sie auf dem Weg zu einer unerlaubten Arbeitsaufnahme waren. Mithilfe eines Dolmetschers wurden die Reisenden in der Folge zu ihrem Reiseziel und sonstigen Hintergründen zum Aufenthalt in Deutschland befragt. Aufgrund widersprüchlicher Angaben sowie des Auffindens von Arbeitsbekleidung wurde die Weiterfahrt gestoppt. Die Ukrainer kamen zur Bundespolizei-Dienststelle nach Klingenthal.

Im Rahmen der weiteren Einreisebefragung erhärtete sich der Verdacht der unerlaubten Arbeitsaufnahme in Deutschland bei acht der insgesamt neun Fahrzeuginsassen. Da für diesen Zweck kein Visum vorlag, machten sich die Ukrainer strafbar.

Gegen den Fahrzeugführer besteht laut Bundespolizei der Straftatverdacht wegen des Einschleusens von Ausländern und gegen die weiteren Insassen wegen der unerlaubten Einreise sowie des unerlaubten Aufenthaltes. Die weiteren Ermittlungen dauern an. (bju)

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