Schulbau in heißer Phase vor dem Winter

Das Millionen-Projekt für das Evangelische berufliche Gymnasium Schöneck kommt voran. Hinter einem zweiten Großvorhaben stehen indes viele Fragezeichen.

Schöneck.

Bis Ende Oktober soll am Schulstandort der Rohbau stehen, der für das Evangelische berufliche Gymnasium gebraucht wird. Diesen Zeitrahmen nannte gestern Nicol Georgi, Geschäftsführerin des Obervogtländischen Vereins für Innere Mission Marienstift (OVV). Noch vor dem Winter soll das Dach drauf. Parallel dazu werden bereits in den unteren Stockwerken die Fenster eingebaut, es laufen Arbeiten für die Elektroinstallation sowie für den Heizungs- und Sanitär- bereich. Mehr als vier Millionen Euro investiert der OVV in den Standort Schöneck. Mit Schuljahresbeginn 2019/20 sollen die Gymnasiasten den Anbau beziehen.

Drei Jahre dauert die Ausbildung am Gymnasium. Angeboten werden die Fachrichtungen Gesundheit und Soziales sowie Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Partner für die Ausbildung kommen aus dem Vogtland und aus Glauchau. Die Schüler werden in drei Jahren zum Abitur mit Hochschulreife geführt. Die erste 11. Klasse startete im Vorjahr nach den Worten von Schulleiter Markus Kugler mit 22 Schülern, in diesem Jahr sind es 26 Elft-Klässler. Das Einzugsgebiet umfasst das obere Vogtland, auch Auerbach, Falkenstein und Treuen.

"In Zusammenarbeit mit der Stadt ist abgesichert, dass wir bis zur Fertigstellung des Anbaus andere Räume für den Unterricht nutzen können. Das ist natürlich eine große Hilfe", zeigte Nicol Georgi auf. Nach ihren Worten soll die Ausbildung über das Evangelische berufliche Gymnasium mit dazu beitragen, jungen Leuten im Vogtland eine berufliche Perspektive zu geben und sie so in der Region zu halten. "Da hat ein Umdenken eingesetzt. Vor Jahren haben wir ja die Jugend selbst weggelobt", meint sie.

Der Anbau wird neun Klassenzimmer bieten, dazu Fachkabinette, Klubzimmer, einen Speise- und Mehrzweckraum, der als Aula genutzt werden soll, auch einen Andachtsraum sieht das Konzept vor. Der Anbau wird auch einen eigenen Eingangsbereich erhalten.

Im laufenden Schulbetrieb zu bauen, ist auch für die beteiligten Firmen nicht einfach. Verbindungsmann zwischen Schule und den Baufirmen ist der Lehrer Jörg Röder. "Die Abstimmung ist sehr gut. Wenn wichtige Leistungskontrollen oder Prüfungen anstehen, wird versucht, das so zu koordinieren, dass in dieser Zeit möglichst keine lärmintensiven Arbeiten stattfinden. Ein Teil der Baufirmen war bereits bei der Rekonstruktion des Schulgebäudes dabei. Das ist ein Vorteil", schätzt er ein.

Für den Bau einer zweiten Turnhalle am Schulstandort sucht der OVV nach den Worten von Nicol Georgi derzeit nach neuen Finanzierungsmöglichkeiten. Den Fördermittelbescheid über mehr als eine Million Euro, den im Mai 2017 Sachsens damaliger Innenminister Markus Ulbig (CDU) überbrachte, hat die Stadt Schöneck erst einmal zurück gegeben. Das Projekt sei aktuell eine Nummer zu groß.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...