Stadt setzt auf Programm der kurzen Wege

Auerbach kann kleine und mittlere Unternehmen mit Geld der EU unterstützen

Auerbach.

Ein Dutzend Projekte wurde bereits gefördert, doch "es ist noch Geld da", rührt Patrick Zschiesche die Werbetrommel. Die Offerte des Fachbereichsleiters Bauwesen/ Liegenschaften im Rathaus Auerbach bezieht sich auf ein Programm zur Förderung klein- und mittelständischer Unternehmen im Fördergebiet "Westliche Altstadt". 200.000 Euro, bereitgestellt von der Europäischen Union, hat die Stadt zu vergeben; erst 72.000 Euro wurden abgeschöpft. Nächstes Jahr endet der Förderzeitraum, weshalb Zschiesche Druck macht, schließlich soll kein Geld übrig bleiben.

Die Zuschüsse gibt es nach einem von der Stadt erstellten Regelwerk. Eine Kernforderung, die erfüllt sein muss: Sicherung oder Schaffung von Arbeitsplätzen. Dass dies den Entscheidern im Rathaus einen weiten Spielraum lässt, zeigen die Beispiele, die Patrick Zschiesche aufzählt. Beispielsweise wurde einem Einzelhändler ein neues Kassensystem gefördert, bei einem Optiker gab es einen Zuschuss für ein modernes Lasergerät, ein anderer Antragsteller erhielt einen Zuschuss zum Ladenumbau, weil der mit einem Umzug und einer Attraktivitätssteigerung verbunden war. "Toll am Programm ist: Hier haben wir als Kommune echte Entscheidungsbefugnis, und es wird vor Ort entschieden", sagt Zschiesche, der im Rathaus auch für die Wirtschaftsförderung zuständig ist.


Natürlich gibt es auch für dieses Programm der kurzen Wege und Bearbeitungszeiten Ausschlusskriterien und Fördergrenzen - aber unterm Strich überwiegt das Positive, heißt es im Rathaus. Zumal die Mitarbeiter der Verwaltung die Antragsteller quasi durch den Förderprozess begleiten. "Auch City-Manager Uwe Prenzel kennt sich aus, er ist für erste Anfragen der ideale Ansprechpartner", sagt Patrick Zschiesche. Im Auerbacher Rathaus ist man zuversichtlich, dass die zur Verfügung stehenden Fördergelder noch abgerufen werden. "Es lohnt sich - für die Antragsteller, aber auch für die Attraktivität der Stadt", so Zschiesche.

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