Tierparks in Klingenthal und Falkenstein sollen Montag öffnen

Wochenlang waren die beliebten Ausflugsziele in Falkenstein und Klingenthal für Besucher nicht zugänglich - jetzt kehrt ein Stück Normalität zurück. Und einige neue Bewohner erwarten die Gäste.

Falkenstein/Klingenthal.

Am Montag kann der Tiergarten Falkenstein nach mehrwöchiger Schließung endlich wieder seine Pforten öffnen. "Das Tropenhaus muss zu bleiben, ansonsten sollte mit ausreichend Abstand zwischen den Besuchern und guter Desinfektion alles normal laufen", meint Falkensteins Hauptamtsleiterin Kerstin Leonhardt. "Wir sind in froher Erwartung und setzen auf die Vernunft." Das Gelände sei weitläufig genug, um dem Kontaktverbot Genüge zu tragen. Geöffnet wird, wie in der Saison üblich, von 10 bis 18 Uhr. Auch der Streichelzoo könne besucht werden, verspricht Leonhardt.

Dort sind unter anderem noch zwei junge Zwergziegen zu sehen, die kürzlich als Nachzügler geboren wurden. Ihre ältereren Geschwister sind bereits verkauft - als "Rasenmäher" sind die Ziegen begehrt. Ansonsten freuten sich aber auch die älteren Ziegen über Streicheleinheiten, sagt Tiergarten-Leiter Michael Gottschald. Geschlossen bleiben müsse auch der Imbiss, geöffnet sei dagegen die behindertengerechte Toilette im Holzhaus: "Dort wird regelmäßig desinfiziert."

Zu den neuen Bewohnern der Falkensteiner Anlage zählt auch das Kamelfohlen Bernd, das am 14. März zur Welt kam und deshalb bisher den Blicken der Besucher verborgen blieb. Benannt ist es nach einem Tierpfleger, der vor kurzem in den Ruhestand ging. Kamelhengst Alf, der Vater des Fohlens, sollte eigentlich längst in den Rostocker Zoo umgezogen sein - die Coronakrise hat auch diesen Transfer vorerst verhindert.

In Klingenthal ist der Eingangsbereich mit der Kasse nach den Informationen von Tierparkleiter Tino Richter bereits mit einem entsprechenden Schutz gestaltet, damit Besucher und Mitarbeiter nicht nennenswert miteinander in Kontakt kommen. Der Tierpark wird vorerst von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Sollte es Begrenzungen geben, wie viele Besucher sich gleichzeitig in der Einrichtung aufhalten dürfen, liegen zu den Tickets zusätzlich eine begrenzte Zahl an Karten bereit. "Diese bekommen die Gäste dann gemeinsam mit den Tickets, und beim Verlassen des Tierparks werden diese wieder abgegeben. Damit wissen wir stets genau, wie viele Besucher sich im Gelände aufhalten", zeigte Richter auf. Er geht davon aus, dass möglicherweise das Warmhaus noch geschlossen bleiben muss, oder sich dort nur zwei oder drei Besucher aufhalten dürfen. Zugänglich sein wird auf jeden Fall die behindertengerechte Besuchertoilette im Warmhaus.

Nachwuchs gibt es im Klingenthaler Tierpark bislang nur bei den Sattelschweinen. Neben den Erdmännchen, die im vergangenen Jahr für ein Besucherplus von gut 15 Prozent sorgten, gehören zwei Steppenfüchse ebenso zu den neuen Bewohnern des Tierparks, wie Sattelschweine und ein Minischweineeber. Einen großen Leguan erhielten die Klingenthaler zudem aus der Tierschutzstation München.

Beginnen werden in den nächsten Tagen die Arbeiten für ein Fundament für ein Blockbohlenhaus. Wie dazu Carsten Förster, der stellvertretende Vorsitzende des Tierpark-Fördervereins, informierte, soll das Gebäude für Kindergarten und Schulklassen bei Exkursionen genutzt werden. Ausgestellt zu Informations- und Anschauungszwecken werden dort auch präparierte Tiere.

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