Ulrike Weyer: "Das ist eine hohe Ehre für mich"

Plauens Superintendentin stellt sich am Freitag der Bischofswahl der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland

Am Freitag steht die Bischofswahl der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands (EKM) in Drübeck/Sachsen-Anhalt an. Plauens Superintendentin Ulrike Weyer (45) gehört zum Bewerber-Trio. Tino Beyer hat ihr vor dem großen Tage einige Fragen gestellt.

Freie Presse: Die Wahl steht an - sind Sie aufgeregt, Frau Weyer?


Ulrike Weyer: Der gesamte Prozess der Kandidatur von der ersten Anfrage bis zur Wahl war von verschiedenen Gesprächen und Vorstellungsrunden geprägt. Ich selbst habe mich nach der Vorstellung vor dem Bischofswahlausschuss zur Kandidatur entschlossen. Das war alles ziemlich aufregend und mit viel Vorbereitung verbunden. Die Vorstellung vor der Landessynode und die Wahl in dieser Woche sind die letzte Station auf dem Weg. Danach herrscht Klarheit darüber, ob ich im Vogtland bleibe oder wechsle.

Wie wird Ihre Woche bis zur Entscheidung ablaufen?

Der normale Dienst in der Superintendentur geht weiter, der Schreibtisch ist gut gefüllt und doch muss einiges bis nächste Woche warten. In diesen Tagen vor der Wahl erfordert natürlich die Vorbereitung des Vortrages und der Gespräche Aufmerksamkeit, Zeit und Kraft.

Für die Christen im Vogtland war Ihre Kandidatur ja doch überraschend. Welche Reaktionen gab es?

Ich bin dankbar für die wertschätzenden Reaktionen über meine Person und meine Arbeit. In ergreifenden Zeilen haben mir viele Menschen mitgeteilt, dass sie mir die Kandidatur gönnen, aber meinem eventuellen Weggang mit Trauer entgegensehen. Das bewegt mich tief.

Verraten Sie uns, wie die Evangelische Kirche Mitteldeutschland auf Sie aufmerksam wurde?

Auf das Bischofsamt kann man sich nicht bewerben. Die Landessynode der EKM hat einen Wahlausschuss eingesetzt, der potenzielle Kandidaten angesprochen hat. In diesem Zusammenhang ist mein Name gefallen. Wer ihn ins Spiel gebracht hat, ist mir leider nicht bekannt.

Falls Sie nicht gewählt werden: Wie sehen Ihre weiteren Pläne aus?

Nach meiner Amtszeit von über vier Jahren im Vogtland kann ich sagen, dass uns als Familie hier nichts wegzieht. Allein als Kandidatin in Betracht gezogen zu werden, ist eine hohe Ehre. Im Falle meiner Nichtwahl bleibe ich hier in meinem Amt, das ich auch gern fortführe. Nach der Strukturanpassung und mitten in der Fusion der Kirchenbezirke liegen Aufgaben an, in denen ich mich mit Freude engagiere. Für den Fall meiner Wahl kann ich sagen: Es ist auch gut möglich, alles im gegenwärtigen Stand "zusammenzubinden" und an meinen Stellvertreter, Pfarrer Rummel, zu übergeben.

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