Verzögerung beim Straßenbau

Die Göltzschtalumgehung wird später fertig. Das hat auch Auswirkungen auf zwei andere Bauvorhaben in Reumtengrün.

Reumtengrün.

Im 2018 hatte sich das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) optimistisch gezeigt und die Fertigstellung der Göltzschtalumgehung auf Ende 2019 terminiert. Das ist Geschichte. Mittlerweile ist erst von einer Fertigstellung 2021 die Rede. Damit rückt auch ein großes, von den Einwohnern seit Jahren mit Nachdruck gefordertes Vorhaben im Auerbacher Ortsteil Reumtengrün nach hinten: die Bauarbeiten an der Hauptstraße und der Bau eines Fußweges. Über den Stand informierte Ortsvorsteher Uwe Ebert jetzt (Bürgerinitiative) bei der Sitzung des Ortschaftsrates. Ursprünglich sollten die 2020 Bautrupps anrücken.

Die Reumtengrüner sorgen sich um die Sicherheit. Zumal an den Fahrbahnseiten die Schul- und Kindergartenkinder unterwegs sind. Um eine durchgehend glatte Hauptverkehrsader geht es den Anwohnern erst in zweiter Linie.

Die Schule und der Kindergarten befindet sich mitten im Ort, einen Fußweg dorthin gibt es nach wie vor nicht. Der fehlt fast an der gesamten Hauptstraße - mit Ausnahme eines kurzen Stücks abseits der Schule und Kita in Richtung Grüne Aue. Fakt ist auch: Der Fußweg kann nur zeitgleich mit der oft stark befahrenen Straße gebaut werden. Doch solange die Umgehung nicht fertiggestellt und die Hauptstraße, eine Staatsstraße, zur Kommunalstraße abgestuft ist, passiert nichts. Einen Entwurf hatte das Landratsamt des Vogtlandkreises vor 16 Jahren in Auftrag gegeben. Er liegt auf Eis.

Auch auf den Rückbau der Straße im Reumtengrüner Ortsteil Richardshöhe wirkt sich die Verzögerung des Umgehungsbaus negativ aus. Die kürzeste Verbindung zwischen Reumtengrün und Auerbach ist seit 2018 Einbahnstraße. Perspektivisch soll sie zur Sackgasse werden - zumindest für den motorisierten Verkehr. Fahrzeuge müssen dann die Kreisverkehre befahren und gelangen über die Zeppelinstraße nach Auerbach. Fußgängern und Radlern steht dann das zurückgebaute Straßenstück zwischen den Bahngleisen und der Tankstelle weiter offen.

Das erneute Verschieben der Fertigstellung der Göltzschtalumgehung ist neuen Bauuntersuchungen geschuldet. Nachdem man auf der Baustelle auf verseuchten Boden gestoßen war, weitet das Lasuv die Tests aus, um keine weiteren Überraschungen zu erleben.

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