Vogtländer satteln auf sphärischen Rock um

Back To Rock Bottom heißen jetzt Aeons Apart. Zum Band-Clash-Finale am Freitag in Leipzig hat Sachsens beste Nachwuchsband 2016 das Geheimnis um ihre neue Identität gelüftet.

Dorfstadt.

Der Transformationsprozess ist beendet. Back To Rock Bottom sind jetzt Aeons Apart. Auch der Musikstil hat sich geändert. Statt Alternative Rock machen die vier Vogtländer jetzt Rockmusik mit sphärisch-epischen Elementen. Zum Band-Clash-Finale in Leipzig präsentierten sie sich am Freitag erstmals neu - samt druckfrischem Album. Ein begleitendes Video ist zeitgleich auf den Markt gekommen.

Seit drei Jahren im Geschäft, sei der Identitätswechsel fällig gewesen, finden die 20 und 21 Jahre alten Musiker. Anders gesagt: Schülerband-Image war vorgestern. "Das ist genau das, was wir machen wollen", sagt Gitarrist Robin Glaß. Anfangs sei es darum gegangen, mit ihren Titeln "Party zu machen", ergänzt Kevin Hermann. Jetzt ist "seriöse Musik" angesagt. Der Anspruch zieht sich durch das gesamte Konzept und reicht vom Namen über härtere Töne bis zur ausgefeilten Bühnenpräsenz. Auch Gitarre, Schlagzeug und Bass hören sich anders an. "Synthesizer-Sachen haben bei uns jetzt einen großen Stellenwert", sagt der Frontmann. "So kommt der sphärische Sound besser heraus und wird in den Liedern verkörpert." Mit ihrer neuen Spielweise sind Aeons Apart zumindest vogtlandweit allein auf weiter Flur.

Fünf Monate haben Aeons Apart an ihrem frischen Image gefeilt, das neue, mit acht Titeln gefüllte Album im Dorfstädter Studio produziert und deshalb Abstand vom Rampenlicht gehalten. "Wir mussten uns die Zeit nehmen, sodass wir voll und ganz dahinter stehen", sagt Kevin Hermann. Textinhalte kreisen um Sehnsüchte, Selbstkonflikte und solche mit der Außenwelt. Um Dinge also, in denen sich junge Menschen wiederfinden. Die Altersspanne ihrer Zuhörer rangiert von 13 bis 30. "Wir erreichen zunehmend auch Leute, die älter sind als wir", so Glaß. Zwei Sachen haben sich nicht geändert: Neben Auftritten in Leipzig bleiben Kevin Hermann, Robin Glaß, Marco Gruschwitz und Alexander Seidel ihren Fans in der Heimat erhalten. Für Mitte Mai ist ein Auftritt in der Burganlage Mylau geplant. Auch an Wettbewerben wollen die Studenten und der angehende Erzieher dranbleiben. Im Rodewischer Café Ars Vitae wollen sie sich am 24. April für das Festival L'Abore qualifizieren. Wettstreite seien wichtig, um Kontakte zu anderen Bands und Musikproduzenten zu knüpfen, so Kevin Hermann. Letztes Jahr sicherten sich die Vier nicht nur den Titel als "Beste Nachwuchsband Sachsens". Auch bei der Wahl zum "Vogtländer des Jahres" hatten sie die Nase vorn.

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