Vogtlandmuseum: Der stille Abschied von Manfred Feiler

Einen aus 25 Arbeiten bestehenden Querschnitt aus dem Schaffen von Manfred Feiler, der am 15. März gestorben ist, zeigt das Vogtlandmuseum Plauen noch bis 26. Juli.

Plauen.

Der Tod des Plauener Ehrenbürgers und Malers Manfred Feiler unmittelbar vor den verhängten Corona-Beschränkungen hat zu diesem Zeitpunkt keine ehrenvolle Verabschiedung und Würdigung des bekannten Künstlers zugelassen. Martin Salesch, Direktor des Vogtlandmuseums Plauen, berichtet: "Nachdem ich vor ein paar Wochen am Grab auf dem Hauptfriedhof war und es traurig fand, dass zur Beisetzung nur der engste Familienkreis kommen konnte, habe ich die Schau zusammengestellt." Er gab der jetzt im Museum eröffneten Exposition den Titel "Manfred Feiler - In Memoriam".

Die ausgewählten 25 Arbeiten "geben einen guten Querschnitt durch sein Werk", versichert der Museumschef den Kunstfreunden und Besuchern des Hauses. Die umfangreiche Gemäldesammlung des Museums verfügt über knapp 60 Bilder des Malers. An Landschaftsbildern und Arbeiten mit Motiven aus der Region sind unter anderem der "Blick ins Vogtland" (ohne Datum), "Schloss Burgk" (1998), "Burg Jößnitz" (1999), "Plauen 'Vision'" von 2014 und andere zu sehen.

Das älteste, mit Datum versehene Werk ist das "Blumen-Stillleben" aus dem Jahre 1945. Viele Bilder stammen aus den Zeit nach 1990 und aus den 2000er-Jahren.

"Wir haben versucht, von allem, was wir von Manfred Feiler im Bestand haben, ein Beispiel zu bringen. Etwas unterrepräsentiert sind die Aquarelle", erklärt Martin Salesch. Mit dabei ist "Der Schrei" (ohne Datum) und der "Rabbiner" von 2013. Für viele Besucher eindrucksvoll dürfte auch Feilers Arbeit "Venedig" (2014) sein. Eine Kurzbiografie ergänzt die gezeigte Kunst.

In der Kurzbiografie kann man noch einmal nachlesen, dass der gebürtige Plauener ab 1939 die Staatliche Kunstschule für Textilindustrie nahe des Oberen Bahnhofs besuchte, 1948 seine erste Ausstellung hatte, ab 1952 freiberuflich tätig war und zehn Jahre später in das "Künstlerlexikon des 20. Jahrhunderts" aufgenommen worden ist. 2011 ernannte ihn die Stadt Plauen zu ihrem Ehrenbürger.

Geöffnet ist die Ausstellung ist bis 26. Juli zu den Öffnungszeiten des Vogtlandmuseums an der Nobelstraße in Plauen: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen, 11 bis 17 Uhr.

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