10.000 Euro für krebskranke Kinder im Vogtland

Der Oelsnitzer Schloss-Förderverein hat diese Summe an die Stiftung Hilfe für krebskranke Kinder im sächsischen Vogtland übergeben. Das Geld stammt aus den Verkauf von Mineralien, die für diesen Zweck seit acht Jahren gesammelt werden.

Oelsnitz.

Jürgen Fortak aus Oelsnitz ist ein Kämpfer für die gute Sache. Seit acht Jahren setzt er sich dafür ein, dass Mineralien auf Schloss Voigtsberg verkauft werden und mit dem Erlös krebskranken Kindern im Vogtland geholfen wird. Die Gelder gehen jährlich an die Stiftung "Hilfe für krebskranke Kinder im sächsischen Vogtland".

Diesmal konnte Ulrich Englert vom Schlossförderverein die bislang einmalige Summe von 10.000 Euro an die Stiftung übergeben. Den symbolischen Scheck dafür nahmen am Samstagnachmittag Alt-Landrat und Stiftungsvorsitzender Tassilo Lenk sowie Ute Lochbauer vom Vorstand bei einer Dankes-Veranstaltung auf Schloss Voigtsberg entgegen.

Die Spendensumme ist doppelt so hoch wie im Vorjahr. Das ist dem Engagement von Jürgen Fortak zu verdanken, der ständig den Kontakt zu Sammlern pflegt. Um die Mineralien an den Mann zu bekommen, werden verschiedene Veranstaltungen genutzt. "Wir Sammler bekommen zum Beispiel immer einen kostenlosen Stellplatz für unseren Verkaufsstand auf der Mineralienbörse in Oelsnitz zur Verfügung gestellt", so der Oelsnitzer.

Wie er erzählt, geht er auch privat mit Gruppen auf Exkursionen und zeigt Interessierten besondere Fundstellen. Als Gegenleistung sammelt er dafür Geldspenden ein. Seit 2011 sind durch das Engagement der Sammler, dem Mineralien-Verkauf und durch Geldspenden von Institutionen, Vereinen und privaten Geldgebern 41.000 Euro zusammengekommen. "Wenn wir uns alle weiterhin für diese Kinder in der Region einsetzen und die Sache unterstützen, dann können wir ihnen und der Stiftung auch in Zukunft mit solchen Hammer-Beträgen helfen. Aufgeben kommt nicht in Frage", so Jürgen Fortak.

Laut Tassilo Lenk geht das Geld direkt an Familien und deren Kinder, die mit der Krankheit Krebs konfrontiert sind. Stiftungsvorstand Ute Lochmann erläuterte dies noch genauer. Demnach werden davon Ausflüge mit reisefähigen Kindern organisiert und mit Absprache der Ärzte betroffene Familien und Kinder medizinisch betreut. Auch medizinische Kosten werden damit unterstützt. Es werde unter anderem versucht, dass die Kinder für die Therapie entsprechende Medikamente ohne Nebenwirkungen erhalten können. Auch notwendige Umbauten in Wohnungen im Sinne der Barrierefreiheit werden ermöglicht, wenn ein Kind zum Beispiel auf den Rollstuhl angewiesen sei. Laut Ute Lochmann würden betroffene Familien meistens über Kontakte auf die Stiftung aufmerksam. "Sie melden sich dann bei uns. Den Eltern tue es gut, in einen Kreis von Betroffenen zu kommen, um mit der Sache gut umgehen zu können."

Ute Lochmann war selbst betroffen, als bei ihrem heute 30-jährigen Sohn im Jahr 2002 ein Gehirntumor festgestellt wurde. Seitdem engagiert sie sich innerhalb der Stiftung ehrenamtlich für die Kinder. Ein Teil der Spendensumme wird diese Woche dafür verwendet, um mit betroffenen Kindern in eine Schokoladen-Manufaktur nach Erfurt zu fahren. Ausfahrten und Aktivitäten organisiert die Stiftung regelmäßig. "Denn sie tragen zu Freude und Glücksgefühlen bei. Diese sind ein entscheidender Faktor für die weitere Genesung", so Ute Lochmann.

Die Veranstaltung am Samstag wurde musikalisch begleitet von dem Plauener A-Capella-Gesangstrio Drei-Viertel. Sie haben ihr Auftrittsgeld ebenfalls an die Stiftung gespendet. Diese wurde im Jahr 1998 zunächst als Verein gegründet und hat bis heute knapp eine Million Euro an Spenden erhalten.

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