87-jähriger Namenspate weiht neue Skipiste in Erlbach ein

Am Samstag wurde in Erlbach der "Lotzerschwung" eröffnet - eine 500 Meter lange Verbindung zwischen dem Haupthang und der Luchspöhl-Piste. Warum sich der Wintersportverein für diesen Namen entschied.

Erlbach.

"Fünf, vier, drei, zwei, eins - Licht an!" Einige dutzend Mitglieder des Wintersportvereins Erlbach (WSV) zählen gemeinsam herunter, geben Carlo Renz das Kommando und der "Lotzerschwung" ist urplötzlich von gleißenden Scheinwerfern beleuchtet. Da kommen sie auch schon, die ersten Abfahrer. An der Spitze wedelt der 87-jährige Eberhard Lorenz durch das dichte Schneetreiben und in seinem Windschatten der Nachwuchs des WSV.

Nach der Erlbacher Skifahrerlegende ist die neue Errungenschaft auf dem Kegelberg benannt: Wer Eberhard Lorenz kennt, nennt ihn nur mit Spitznamen "Lotzer". Geboren wurde er am 2. Januar 1932, ein Jahr nach der Premiere zum ersten Kegelbergrennen. "Ich bin praktisch auf dem Kegelberg aufgewachsen", sagt er bescheiden und stellt die Skier ungeachtet des Alters längst noch nicht in die Ecke. Mehr noch: Sein ganzes Leben war Eberhard "Lotzer" Lorenz mit dem Wintersport in Erlbach verbunden, leitete zwei Jahrzehnte den WSV und hatte eine große Aktie am Bau des ersten Liftes 1970. Wer also hätte es mehr verdient, dass die 500 Meter lange Verbindung zwischen dem Haupthang und der Luchspöhl-Piste seit Samstag seinen Namen trägt. 35 Vorschläge kamen zur Benennung ein und fünf in die engere Wahl. Der WSV entschied sich letztlich für den von Christine Renz: "Lotzerschwung".

Bei der Eröffnung hob der WSV-Vorsitzende Norbert Dick hervor, dass der "Lotzerschwung" das Skigebiet am Kegelberg touristisch erheblich aufwertet: "Jetzt ist es möglich, vom Berg auf einer familienfreundlichen Piste ohne ein Steilstück ins Tal zu kommen und das auch zum Nachtskilauf." Gebaut wurde der "Lotzerschwung" vom Frühjahr bis zum Herbst des letzten Jahres. Ehrenamtlich, zu einem Großteil eigenfinanziert, außerdem mit Unterstützung des Sachsenforstes beim Wegebau und zahlreicher Firmen wurden 650 Meter Stromkabel und 250 Meter Zeitmesskabel gelegt, fünf Lichtmasten und 22 Scheinwerfer aufgestellt. Nach den Worten von Norbert Dick belaufen sich die Kosten auf 18.000 Euro: "Ein großes Dankeschön an alle, die daran beteiligt waren, und die zahlreichen Sponsoren." Gleichzeitig sprach er den Wunsch aus, die Stadt möge ihren funktionierenden Tourismusbetrieb wertschätzen, weiterhin unterstützen und im Rahmen ihres Tourismuskonzeptes weiterentwickeln.

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