Architektenwettbewerb für neuen Aussichtsturm in Remtengrün

Nächstes Jahr soll Ersatz für die marode Holzkons-truktion geschaffen werden. Um viele kreative Vorschläge zu erhalten, kommt ein besonderes Verfahren zur Anwendung.

Adorf.

Der Bau des neuen Aussichtsturms im Adorfer Ortsteil Remtengrün wird in einem Ideenwettbewerb entschieden. Das Vorhaben hat Silvio Lux, Freier Architekt aus Plauen, jetzt im Technischen Ausschuss des Stadtrates vorgestellt - der Ausschuss beschloss anschließend einstimmig diese Verfahrensweise. Das Preisgericht aus Architekten und Vertretern von Stadt und Stadtrat soll Ende Oktober tagen, der Sieger des Wettbewerbs dann in der Stadtratssitzung am 7. November öffentlich benannt werden. Der Bau des Turmes selbst - Ersatz für die marode Holzkonstruktion von 1993 - soll 2019 über die Bühne gehen. Voraussetzung ist, dass die Stadt Fördermittel aus dem Topf Leader erhält und ihr selbst gestecktes Spendenziel von 45.000 Euro erreicht.

"Wir wollen einen neuen Weg gehen", begründete Bürgermeister Rico Schmidt (SPD), warum die Stadt den Turm als Wettbewerb ausschreibt. Die Idee dafür stammt vom Adorfer Architekt Günther Fritsch, der auch als sachkundiger Bürger im Technischen Ausschuss sitzt. Maximal zehn Büros dürfen ihre Vorschläge einreichen, sagte Lux. Drei Büros aus Plauen, Zwickau sowie das von Fritsch sind bereits gesetzt. Wenn mehr Büros als zehn sich unter Erfüllung der Anforderungen bewerben, entscheidet das Los, wer mitmachen darf. In der fünfköpfigen Jury sitzen die Architekten Liane Remmler aus Chemnitz und Ronny Neumann aus Plauen sowie ein noch zu benennender dritter Fachpreisrichter, zudem Bürgermeister Schmidt und ein noch nicht benanntes Stadtratsmitglied. Für den Wettbewerb werden drei Preise ausgelobt: Der erste ist mit 1750 Euro dotiert, der zweite mit 1050, der dritte mit 700 Euro.

Der Technische Ausschuss hat nicht nur den Wettbewerb selbst beschlossen, sondern auch die Vorgaben, wie der Turm gebaut werden muss. So darf der Neubau samt Dachkonstruktion nicht höher als 19,50 Meter werden. Für das Projekt muss das bestehende Fundament verwendet werden. Die Baukosten dürfen 160.000 Euro netto nicht überschreiten, der Rahmen für alle Kosten - Nebenkosten, eventuelle Prüfungen und Genehmigungen - liegt bei 240.000 Euro. Gebaut werden muss der Turm aus verzinktem Stahl. An der oberen Aussichtsplattform müssen die vorhandenen Infotafeln wieder angebracht und in der Mitte ein bereits vorhandenes Fernrohr installiert werden. Für den Eingang des Turmes ist eine als "Vereinzelungsanlage" beschriebene Zugangskontrolle - etwa ein Drehkreuz - vorgeschrieben.

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