Ausstellung über Zwota geplant

Zwei Jubiläen stehen in diesem Jahr an: 35 Jahre Harmonikamuseum und 390 Jahre Ortsgründung. Die ehemalige Schule ist weiter eine Baustelle.

Zwota.

Still ist es seit Wochen in der ehemaligen Zwotaer Mittelschule am Hammerplatz. Harmonikamuseum und Ausstellungsraum haben wegen der Corona-Verordnungen geschlossen, auch das Akkordeonorchester Klingenthal kann keine Proben durchführen. Im November musste auch die traditionelle Ausstellung der Geflügelzüchter aus Zwota-Zechenbach ausfallen.

Eigentlich hatte traditionell zum 1. Advent eine neue Ausstellung eröffnet werden sollen. Im März 2021 jährt sich das Zwotaer Gründungs- jubiläum zum 390. Mal. Dem wollte der Heimatverein mit mindestens zwei thematischen Ausstellungen Rechnung tragen. Die erste ist seit Wochen fertig. Sie zeigt die Geschichte des Ortes in zahlreichen Aufnahmen aus der jüngeren und älteren Geschichte, darunter einen Schnappschuss mit einem von Pferden gezogenen Schneepflug am heutigen Haltepunkt Zwota. So wurden noch weit nach 1900 im Winter zumindest die wichtigsten Verkehrswege frei gehalten. Noch aber kann die Ausstellung nicht eröffnet werden.

Das gilt auch für das Harmonikamuseum, das im April auf sein 35-jähriges Bestehen blicken kann - und damit auch älter ist, das das Deutsche Harmonikamuseum in Trossingen. Die Gründung des Zwotaer Museums 1986 unter der Initiative der inzwischen verstorbenen Heinz Eichelberger und Hans Heinig war ein Ergebnis der Zwotaer 350-Jahr-Feier vom Sommer 1981 gewesen.

Wie das Jubiläum des Harmonikamuseums begangen werden soll, ist derzeit noch unklar. Das Angebot für einen musikalischen Nachmittag im April gibt es, ebenso einen Sponsor, der die finanzielle Seite tragen will. Voraussetzung ist, dass die coronabedingten Beschränkungen zumindest soweit aufgehoben werden, dass wieder Besucher in die Ausstellungen kommen können.

Und dann ist da noch das Problem der Baustelle. Die im vergangenen Jahr begonnenen Arbeiten zur Sanierung des ehemaligen Schulgebäudes am Hammerplatz mussten im Herbst wieder gestoppt werden. Der Grund ist, dass im Dachbereich ein sogenannter Schwammbefall festgestellt wurde. Der Einbau neuer Fenster ist abgeschlossen.

Wie Oberbürgermeister Thomas Hennig (CDU) nun informierte, solle nach dem für das Frühjahr geplanten Auszug der Mieter aus der Wohnung im Dachgeschoss zunächst untersucht werden, welchen Umfang der Schwammbefall genau hat.

Im Rahmen der Sanierung, die nunmehr wahrscheinlich etwa 100.000 Euro teurer als geplant ausfallen wird, ist auch eine Erneuerung des Daches und die Neugestaltung der Fassade geplant. Eine zusätzliche Schließung von Museum und Ausstellung will man nach aktuellem Stand vermeiden. Hennig geht davon aus, dass sich das Gebäude zum Jahresende in einem neuen Aussehen präsentieren wird.

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