Bau eines festen Windsegels an Schanze: Zeitplan wackelt

Eigentlich sollte das Bauvorhaben noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Aber es gibt schon einen Plan B.

Klingenthal/Plauen.

Der Plan, das feste Windsegel an der Vogtland-Arena noch in diesem Jahr zu bauen, wackelt. Das wurde auf der Sitzung des Arena-Zweckverbandes bekannt. Die rund 1,5 Millionen Euro an Fördermitteln sind da. Aber es gibt offenbar Terminschwierigkeiten. Selbst wenn das Segel erst 2020 errichtet wird, die für 2019 geplanten Wettkämpfe finden statt - zur Not noch einmal mit einem mobilen Windsegel. Ein solches wird laut Hennig vom Internationalen Skiverband (Fis) zwingend gefordert. Nach seinen Worten könnte beispielsweise die Firma, die den Auftrag bekommt, das Windsegel für 2019 kostenlos zur Verfügung stellen.

Wie VSC-Geschäftsführer Alexander Ziron informierte, laufen derzeit für den am ersten Oktober-Wochenende geplanten Finale des Sommer Grand Prix die Verhandlungen mit dem Fernsehen. Noch sei offen, ob der Wettkampf am 5. oder 6. Oktober stattfinden wird.


Für die als Informationsportal in der Vogtland-Arena geplante Videotafel sind 232.000 Euro veranschlagt, wobei der Zweckverband auf 85-prozentige Förderung hofft. Über die Videotafel sollen in Kooperation mit dem Tourismusverband Vogtland Veranstaltungen in der Region beworben werden. Für ein aktuelles Programm, das dort täglich laufen soll, wäre der Betreiber der Arena zuständig. Ob auch einheimische Firmen, Hotels oder Pensionen über die Videotafel werben können, soll noch geklärt werden. Das sagte Hennig auf Anfrage des Verbandsrats Carsten Förster. Laut Ziron soll sich das Veranstaltungsangebot an Gäste richten, die sich mehrere Tage im Vogtland aufhalten.

Mit Blick auf das Projekt für ein Besucher-Informationszentrum (Biz) wollte der Klingenthaler Verbandsrat Gerhard Nöbel wissen, wie es eine Klärung für das Lagergebäude an der Vogtland-Arena steht. Laut Hennig gibt es keine Verhandlungen mit dem privaten Eigentümer.

Das Biz soll sechs bis acht Millionen Euro kosten und ab 2022 gebaut werden. Für das Projekt beschloss die Verbandsversammlung Beraterleistungen für die Herstellung eigentums-, planungs- und genehmigungsrechtlicher Voraussetzungen in Anspruch zu nehmen. In den Räumen des Biz soll auch eine Ausstellung zum Skisport ihr Domizil bekommen. Verbandsrat Förster verwies darauf, dass dazu rechtzeitig Absprachen mit dem Musik- und Wintersportmuseum nötig seien.

Der für Montag angekündigte Abschluss eines öffentlichen-rechtlichen Vertrages zwischen dem Vogtlandkreis und dem Zweckverband Vogtland-Arena wird noch einmal verschoben. Thomas Hennig (CDU), Klingenthals Bürgermeister und Vorsitzender des Zweckverbandes, nahm das Thema von der Tagesordnung der Verbandsversammlung. Grund: Der Vertrag müsse überarbeitet werden. Der Vogtlandkreis verfügt noch über keinen bestätigten Haushalt für 2019. Zudem ist vorgesehen, dass die Betreibung der Vogtland-Arena neu ausgeschrieben wird. Derzeit liegt die Betreibung bei der Vogtland-Arena-Vermarktungsgesellschaft.

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