Bürgerfest in Oelsnitz: Pilzausstellung ist der Renner

Reden, Musik und kühles Wetter: Der Tag der Deutschen Einheit wurde gestern in Oelsnitz mit einem Fest gefeiert.

Oelsnitz.

Alles ist bekanntlich relativ und hängt davon ab, unter welchem Blickwinkel man eine Sache betrachtet. Insofern mutete es leicht übertrieben oder sogar ironisch an, wenn André Kupfer von der Gruppe Passage das Geschehen auf dem Oelsnitzer Marktplatz als Gegenveranstaltung zu den Einheitsfeierlichkeiten in Dresden bezeichnete. Dafür war sie dann doch ein paar Nummern zu klein und zu Ausschreitungen kam es auch nicht. Woran es dagegen nichts zu deuteln gab: Er und seine Mannen heizten den Besuchern mit Bossa Nova und südländischen Rhythmen ein, verführten einige sogar zu einem verschämten Tänzchen vor der Bühne. Und noch etwas Gutes: Die meiste Zeit über hielten die Wolken dicht.

In diesem Jahr fiel der Stadt Oelsnitz die Rolle des Gastgebers für das Bürgerfest zu, das traditionell gemeinsam mit der Partnerstadt Rehau gefeiert wird. Dementsprechend war das Programm auf dem Markt obervogtländisch und oberfränkisch besetzt. Zum Auftakt würdigten die Oberhäupter beider Kommunen Mario Horn und Michael Abraham den Tag der Deutschen Einheit und die zweiseitige Kooperation. Als musikalische Botschafter kamen die Stadtkapelle Rehau und das Saxophon-Quartett des Musikvereins 1979 Rehau, welches sich entgegen der Vorankündigung allerdings als Posaunen-Quartett erwies. Mit festlich-getragenen Melodien unterhielt es die Besucher, wobei eingedenk des Freudentages ein wenig mehr Pepp gutgetan hätte.

Abgesehen von den Ständen mit Getränken und Speisen, herrschte der größte Andrang an den Auslagen der Vogtländischen Arbeitsgemeinschaft Mykologie. Was niemand so recht für möglich gehalten hatte angesichts der nicht optimalen Wachstumsbedingungen: Es wurde eine breite Palette von Steinpilzen über Rotkappen bis Pfifferlingen gezeigt. Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Lothar Roth, führte das darauf zurück, dass die Mitglieder aus dem ganzen Vogtland in den vergangenen Tagen im Wald unterwegs waren und deshalb aus eigentlich wenig letzten Endes doch erfreulich viel wurde.

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