Das obere Vogtland als Wintermärchen

Zwölf Tage in Weiß: ARD alpha gräbt DDR-Fernsehfilm aus dem Jahr 1970 aus

Klingenthal.

Es war der Weihnachtsabend 1970, als im DDR-Fernsehen der Film "Zwölf Tage in Weiß" gezeigt wurde - ein Feuilleton über einen Winterurlaub im Vogtland. Gedreht worden waren die meisten der Aufnahmen des halbstündigen Streifens im Winter 1969/70 - in einer Winterlandschaft, die auch auf dem Schwarz-weiß-Bildschirm prächtig aussah. Am Wochenende lief der Film erneut bei ARD alpha, und war vor allem in Klingenthal schnell Gesprächsthema.

Der im Sporthotel Waldgut am Aschberg einquartierte Ich-Erzähler, der im Film einen Brief an seinen Freund schreibt, berichtet dabei humorvoll über seine Erlebnisse im Vogtland. Er hatte den Markneukirchner Geigenmacher Theodor Berger besucht und war mit dem damaligen Schönecker Bürgermeister Hans Petzold durch die Gegend gefahren, hatte den Klingenthaler Waldhornbläsern bei der Probe zugeschaut und war mit der Lindenkapelle zum Skifasching am Aschberg marschiert. Natürlich fehlte selbst die Feuerzangenbowle im "Buschhaus" Mühlleithen nicht. Dazu Aufnahmen von Fackelfahrten auf Skiern und Frauen, die mit Schlitten zur Wäschemangel rodelten.

Einige der Szenen, in den der Zwotaer Fuhrunternehmer Gert Werner mit einem Pferdeschlitten durch eine verschneite Landschaft unterwegs ist, waren schon 2013 zu sehen gewesen, als der MDR in Zwota die Sendung "Unterwegs in Sachsen" drehte, und Gert Werner mit seinen Pferden noch einmal vor der Kamera stand. Über die Mediathek ist der Film noch abrufbar. (tm)

Das Video sehen Sie unter diesem Kurzlink: www.freiepresse.de/retrofilm

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