Das Waldbad als Großbaustelle

Während überall die Badesaison auf Touren kommt, haben im Adorfer Freibad die Bauarbeiter das Sagen. Wie geht es voran?

Adorf.

Auf der Baustelle Waldbad, der größten Baustelle der Stadt Adorf in diesem Jahr, haben die Arbeiter in diesen Tagen die zweite Bauphase erreicht. Heißt: Nach den Abriss-Wochen wird jetzt wieder aufgebaut. "Wir liegen voll im Zeitplan", sagt Bürgermeister Rico Schmidt (SPD). "Bis Ende September wollen wir es geschafft haben." Dann soll Gras gesät werden und alles anwachsen, damit zum Saisonstart im nächsten Jahr das Bad runderneuert öffnen kann. 1,8 Millionen Euro kostet die Generalsanierung, die nach den großen Flutschäden im Vorjahr angepackt wird.

Bereits jetzt zeichnen sich die Neuerungen ab. Das neue 30 Zentimeter tiefe Kinderplanschbecken im hinteren Teil des Bades nimmt Konturen an. Nächste Woche kommt der Beton. Am Kinderbecken davor ist ebenfalls umfangreich gearbeitet worden. Unter anderem wurden Betonränder am Wildwasserkanal zurückgebaut. Das ganze Becken soll optisch gefälliger, familienfreundlicher werden. Highlight ist die neue Rutsche. Auch für deren Bau sind die Vorbereitungen bereits getroffen - die hintere Beckenwand wurde abgebrochen. Am Ende wird das gesamte Becken mit Folie ausgekleidet.


Gearbeitet wird auch im Außenbereich. Schwerpunkt hier sind die neuen Wege. Die Borde sind gesetzt. Zwei Grünstreifen in unmittelbarer Beckennähe wird es nicht mehr geben. Hier sollen künftig Liegen stehen. Das neue Pflaster wird gerade verlegt. Statt Grau empfängt das Bad seine Besucher künftig mit einem warmen rötlichen Ton. "Das sieht moderner aus", sagt Adorfs Stadtbaumeister Mario Beine. Ebenfalls bereits schon abgehakt ist die Aufarbeitung der Sprungtürme. Sie wurden sandgestrahlt und neu beschichtet.

Während die Bauarbeiten bislang reibungslos liefen, gibt es ein Problemfeld - im wahrsten Wortsinne -, das den Verantwortlichen Sorgen bereitet. Die Liegewiesen wurden großflächig von Wildschweinen zerstört. Schätzungsweise zwei Drittel der Flächen sind betroffen. Die Tiere, die im Raum Bad Elster/Adorf als Plage gelten, finden trotz Umzäunung den Weg in die Anlage. "Wäre das Bad offen, wir hätten es vermutlich nicht geschafft, die Wiese zu reparieren", sagt Rico Schmidt. Was man jetzt im Bad sieht, sei zudem bereits die grob reparierte Variante.

Unterdessen hat der Stadtrat weitere Baulose vergeben. Den Zuschlag für das Gewerk Heizung, Lüftung, Sanitär erhielt die Firma Wawerka für ein Bruttogebot von 96.200 Euro. Bei den Elektroarbeiten kommt EMS Elektro- und Montageservice aus Adorf zum Gebot von 56.600 Euro brutto zum Zuge. Die Arbeiten an der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik führt das Chemnitzer Unternehmen Zasa Elektro zum Bruttogebot von 46.630 Euro aus. (mit hagr)

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