Die Musikstadt kompakt

Ein neuer Stadtführer fasst das Besondere Markneukirchens überschaubar zusammen. Adressaten sind nicht nur Touristen.

Markneukirchen.

Über Markneukirchen ließe sich so manches dickleibige Buch schreiben. Die Autoren eines neuen Stadtführers gehen andere Wege. Ihr Anliegen war, das Charakteristische der Stadt übersichtlich herauszufiltern und zugleich die Verbundenheit zu ihrer Heimatstadt herauszustellen - denn der Geoökologe und Kartograf Eberhard Sandner sowie die ehemalige Erlbacher Kindergartenleiterin Gertraud Sandner sind waschechte "Neikirnger". Der Versuch ist gelungen, weil die Autoren, genauso wie der Fotograf Paul Zöllner, Geschäftsführer eines Dresdner Musikproduktionsstudios, der allzu verlockenden Versuchung widerstanden haben, sich in Details zu verlieren.

Dass der Verzicht auf Ausschweifung nicht bedeutet, bei wenig mehr als 40 Seiten nur an der Oberfläche zu kratzen, wird beim Lesen rasch deutlich. Die aus älteren und neueren Quellen geschöpften Informationen von Stadtentwicklung über Instrumentenbau bis zu Kernstadt, Ortsteilen und Sehenswürdigkeiten sind eine gute Grundlage, auf der sich Interessierte dann mit Spezialliteratur in einzelne Themenfelder vertiefen können. Daher liegt Bürgermeister Andreas Rubner richtig mit seiner Einschätzung im Grußwort, dass die Broschüre sich neben Touristen auch an Einheimische richtet. Pluspunkt der Broschüre: Die Wortwahl ist angenehm sachlich statt marktschreierisch - für das Besondere braucht es kein Pathos.


Die Broschüre "Musikstadt Markneukirchen - Stadt seit 1360, Musikinstrumentenbau seit 1658" ist zum Preis von 9 Euro im Buchhandel, in der Touristinformation und im Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen erhältlich. ISBN: 978-3-00-062539-8.

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