Ein Sorgenkind kommt weg

Der Abriss des ehemaligen Gasthofs Wohlhausen läuft an. In der Markneukirchner Innenstadt gibt es auch einen Kandidaten.

Wohlhausen/Markneukirchen.

In Wohlhausen sind die Tage des maroden und seit langem leerstehenden Gasthofs gezählt. Wie Frank Silling von der Bauverwaltung der Stadt Markneukirchen auf Anfrage mitteilte, hat ihn die vom Eigentümer beauftragte Firma am Donnerstag erklärt, dass der Abbruch der Immobilie an der Ortsdurchfahrt startet.

Soweit fortgeschritten ist die Situation bei einem Sorgenkind in der Markneukirchner Innenstadt nicht. Es geht um das Gebäude Straße des Friedens 15, direkt an der Zufahrt zum Unteren Markt. Sein trauriger Zustand war auch Thema, als Ende November die Stadt erstmals zur Einwohnerversammlung in die Aula des Gymnasiums geladen hatte. Nach den Worten von Silling läuft für diese Immobilie ein Versuch des Landratsamtes, den Abriss per Ersatzvornahme durchzusetzen. Grund ist die Verkehrssicherheit für Fahr- und Fußgängerverkehr in diesem Bereich. Zuvor hatte der Versuch, das Gebäude per Zwangsversteigerung an einen neuen Eigentümer zu bringen, nicht gefruchtet.

Doch die Markneukirchener, die das Thema schwierige Immobilien beim Einwohnertreff ansprachen, haben noch weitere Beispiele genannt. So wurde die Frage aufgeworfen, was aus dem ehemaligen "Bismarck" gegenüber der neuen Feuerwache und der Zufahrt zur Musikhalle wird. Für dieses Haus spricht Silling vor allem von Putzschäden. "Der Besitzer wurde angeschrieben und besucht. Er erhielt die Aufforderung, etwas zu tun", sagte der Rathaus-Mitarbeiter. Dem sei "sporadisch" nachgekommen worden. Angesprochen wurde auch die Präwema. Hier versichere der Eigentümer, durch regelmäßige Sichtkontrollen der Haus-Sicherheit Genüge zu tun, sagte Silling. Die ebenfalls angesprochene Signal-Fabrik ist wie alle anderen genannten Gebäude Privateigentum, stelle aber auf eigenem Grundstück nicht direkt an der Straße derzeit kein akutes Problem dar.

Bürgermeister Andreas Rubner (parteilos) verwies auf die rechtlich sehr schwierige Situation, auf solche Immobilien einzuwirken, wenn die Kommune nicht Eigentümer ist. Dies sei - Rubner nannte das Buschhaus in Mühlleithen - nur mit vielen Hürden möglich. Generell halte sich die Zahl der Problem-Immobilien in Markneukirchen in Grenzen, so Rubner. "Wir haben wesentlich weniger als andere Kommunen."

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