Frauke Petry im Vogtland

Die Alternative für Deutschland (AfD) rüstet sich für den Wahlkampf. Vogtland-Kandidat Ulrich Lupart bekam gestern Unterstützung durch die Parteichefin.

Treuen/Oelsnitz.

Prominente Schützenhilfe für AfD-Bundestagsdirektkandidat Ulrich Lupart: Parteivorsitzende Frauke Petry besuchte gestern Abend das Vogtland, um an einer internen Kreiskonferenz der AfD im Gasthof Waldeck im Treuener Ortsteil Wetzelsgrün teilzunehmen. Davor stellte sie gemeinsam mit Lupart Grundzüge des bevorstehenden Wahlkampfes vor.

In dem setzt der 65-jährige Oelsnitzer auf den Gewinn des Wahlkreises. "Ich will direkt nach Berlin", sagte er und kündigte einen Wahlkampf mit den regionalen Schwerpunkten Auerbach und Reichenbach an. Dort sei er weniger bekannt. Petry hielt den Ball flacher. "Ich wünsche ihm natürlich das Direktmandat. Ob es möglich ist, weiß ich nicht", sagte sie und wollte sich mit Prognosen für ihre Partei in einzelnen Wahlkreisen zurückhalten. Das Potenzial für die AfD sei zwar überall gestiegen. Die Menschen im ländlichen Bereich seien dennoch sehr bei der CDU verhaftet, so ihre Einschätzung. Lupart geht nicht nur als Wahlkreiskandidat ins Rennen, sondern will auch einen Platz auf der AfD-Landesliste, die am Wochenende gewählt wird. Er strebt Platz 7 an. Damit er auf diesem Weg eine Chance auf ein Bundestagsmandat hat, müsste die AfD in Sachsen jenseits der 15 Prozent landen. Thematisch will sich Lupart breit aufstellen. Gestern genannte Punkte: Problemen des Mittelstandes und der Kommunen will er sich annehmen, sich gegen eine Müllverbrennung positionieren und die "deutsche Familie" nach vorn bringen.

Lupart ist seit 2016 Mitglied der AfD. Zuvor gehörte er mehr als 25 Jahre lang der DSU an. Er war 14 Jahre lang Bürgermeister in Reuth.

Weitere Direktkandidaten im Vogtland: CDU: Yvonne Magwas (37, Auerbach-Rebesgrün), SPD: Eric Holtschke (30, Plauen), Linke: Maik Schwarz (31, Plauen-Jößnitz) Grüne: Oliver Bittmann (53, Plauen-Jößnitz), FDP: Uwe Geisler (44, Plauen-Jößnitz)

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7Kommentare
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  • 3
    3
    Schinderhannes
    24.03.2017

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-03/afd-saarland-landtagswahl-wahlkampf-rechtsextremismus

  • 3
    2
    gelöschter Nutzer
    21.03.2017

    Genauso.
    Dazu kommt noch, dass Politiker ganz selten einen Arsch in der Hose haben und sich selten gegen das Parteidiktat stellen. Dabei sind sie doch nur gegenüber dem Wähler und ihrem Gewissen verpflichtet, oder...? Außerdem denken Politiker nur in Legislaturperioden und Parteien an Wahlergebnisse. Echte Visionen? Fehlanzeige.
    Ja, unsere Demokratie ist schon lange ein Auslaufmodell - und scheinbar auch kein Exportschlager für Länder, die man gern unter westliche Fuchtel bringen möchte (Regime-Change). Das westliche Demokratiemodell ist kein Vorbild mehr

  • 3
    0
    voigtsberger
    21.03.2017

    A809626: Natürlich gehe ich mit ihrer Meinung teilweise konform, aber stelle auch die Parteienpolitik mit ihren Klientel und der Lobbyisten in Frage oder weshalb sitzen seit Jahrzehnten immer mehr Beamte, Bedienstete des öffentlichen Dienst, Selbstständige, Anwälte usw. in unsere Parlamente und da vor allen im Bundestag. Spiegelt sich da etwa die Zusammensetzung unseres Landes wieder, wie es einst gedacht war und wer vertritt da wem, wenn es um das Wohl für - und der Abwehr von Gefahren vom Deutschen Volk geht und was ist das für eine Demokratie, wenn nur noch Vertreter der Wirtschaft und politischen Eliten ihre Kandidaten zur Wahl stellen und der Bürger, sowie das normale- aber arrangierte Parteimitglied mit Durchblick zur Realität, keine Chance bekommt! Da stellt sich bei den Kandidat fürs Vogtland für die AfD, aber auch den anderen Kandidaten der Parteien bei mir die Ansicht, welchen Herrn werden und tun diese Parlamentarier dienen und liegt da nicht das eigene Wohl näher als das Wohl unserer Bürger, denn Veränderungen, dass verlangt "Mut und Courage", aber das ist in unserer Parteienlandschaft nicht gefragt und kostet am Ende den Listenplatz. Also ist vielleicht unsere Demokratie und unser Staatssystem für die Zukunft ein Auslaufmodel, denn so wie dies praktiziert wird und wo alle Kritiker gleich Populisten sind, um sich der Kritik nicht stellen zu müssen, so kann es nicht weiter gehen! Oder!

  • 1
    3
    gelöschter Nutzer
    21.03.2017

    Dann sollte man eigentlich 1.) die gesamte Parteienpolitik (die im hohen Maße Klientel- und Lobbypolitik ist) in Frage stellen. Abgeordnete sollten sich öffentlich um diese Posten bewerben wie normale Arbeitnehmer oder Führungskräfte in großen Unternehmen auch. 2.) dürfte kein Politiker von der Schulbank über die Hochschule direkt in die Politik gehen - Lebenserfahrung und Praxisbezug gleich Null!! 3.) Müssten Kanzleramtszeiten auf zwei, höchsten drei Kanzlerperioden beschränkt werden 4.) dürften Abgeordnete höchsten zwei Legislaturperioden mitmachen und müssten danach für ebenso lange in "die Welt da draußen" zurück ehe sie sich neu aufstellen lassen, um den Boden wieder unter die Füße zu bekommen, 4.) gehört das Amt des Bundespräsidenten abgeschafft oder der Herr Bundespräsident wenigstens vom Volk direkt gewählt und letztlich 5.) würde ich eine Wahlpflicht einführen, um zu aussagekräftigen und legitimierten Wahlergebnissen zu kommen.

  • 1
    0
    voigtsberger
    21.03.2017

    A809626: Mir ging es in meinen Kommentar nicht um die AfD als Partei, sondern um die Zielstellung dieser neuen Kraft im Parteiendschungel, denn wer mit Kandidaten antritt, die schon in ihrer alten politischen Laufbahn, nur ihr Klientel und nicht die Bürger im Ganzen im Sinn hatte, der wird auch in dieser Partei und in den Parlamenten nur sich profilieren und seine Pfründe frönen, für ein gesichertes Einkommen auf Lebenszeit mit Unterstützung der Selbstständigen und machthungrigen Eliten in seinen Umfeld, mit der Erkenntnis, das die willigen und arrangierten und politisch interessierten Bürger in den meisten Parteien auf der Strecke bleiben und da die AfD zum Stimmenfang, die selben Fehler macht und sich da von den politischen Eliten der anderen Parteien, nicht unterscheidet.
    Die Zukunft wird es zeigen und "nicht alle neuen Besen kehren auch gut", die meisten müssen sich erst abarbeiten!

  • 2
    4
    gelöschter Nutzer
    21.03.2017

    @ Voigstberger, "Auf dem Weg nach oben wird jede Partei korrupt" (Ken Jebsen) Ob die AfD in ein paar Jahren noch wählbar ist, muss sie beweisen. Ich bin kein Stammwähler irgendeiner Partei und keine Partei hat ein lebenslanges Stimmen-Abo bei mir.
    Aber im Moment geht kein Weg an der AfD vorbei... auch, wenn man sie nicht nur nach dem Thema "Asyl"politik bewertet. Das Gesamtpaket der AfD ist für mich dennoch wählbar, wenn auch ich einen Kompromiss machen muss: Mir gefällt das Festhalten an der NATO-Mitgliedschaft Deutschlands nicht. Da ist der Front National und deren Chefin Le Pen einen Schritt weiter. aber ob NATO oder nicht, die derzeitigen Kriegstreiber sitzen in der jetzigen Bundesregierung und stehen bis an den Hals bewaffnet in Litauen.

  • 3
    2
    voigtsberger
    21.03.2017

    Ich bin bestimmt kein Freund der Asyl- u. Sozialpolitik unserer Kanzlerin und der "Groko", doch die Wähler sollten die AfD nicht nur nach dem Thema Asyl beurteilen, sondern auch deren Programm in Bezug auf deren Sozialpolitik und da sind die Ansichten der FDP nur ein "Schnupfen" was der Abbau von soziale Bestandteile unseres Lebens betreffen, die die AfD so gerne abschaffen will.
    Auch ein Kandidat wie Hr. Lupart ist im Grunde nur eine "Mogelpackung", oder was hat der DSU Politiker für seine Stadt Oelsnitz nach der Wende oder für das Vogtland in seinen Politischen Ämtern so alles geleistet, außer schlaue Sprüche und das bedienen seines Klientels, nichts. Auch mit den Mittelstand, sind doch nur die Handwerksmeister und Selbstständigen in seinen Umfeld gemeint und nicht die Bürger unseres Landes. Ich bin der Meinung: ... unsere Parlamente gebrauchen "Neue Macher" und nicht die Hinterbänkler, die nur ihr finanzielles Auskommen und ihre Profilierung huldigen, denn die wirklich arrangierten Bürger, finden in den Parteien kein Gehör, noch eine Chance um wirklich etwas zu bewegen und somit wird alles beim "Alten" bleiben, nur das dann "mehr Säue durchs Dorf getrieben werden"!



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