Fußweg soll in die Wiese gelegt werden

Kopfzerbrechen bereitet beim grundhaften Ausbau der Ortsdurchfahrt Bösenbrunn der Gehsteigbau. Der Gemeinderat ist für eine unorthodoxe Lösung.

Bösenbrunn.

Der geplante Fußweg entlang der Hauptstraße in Bösenbrunn soll in einem Abschnitt nicht an der Straße, sondern durch eine angrenzende Wiese verlaufen. Betroffen ist ein 270 Meter langes Teilstück unterhalb der Kreuzung Triebeler Straße, wo es durch steilen Hang einerseits und abbrechende Geländekante zum Bach andererseits mit dem Gehsteigbau besonders schwierig wird. Auf die Wiesenvariante hat sich der Gemeinderat am Montagabend einstimmig verständigt - sie soll den Vorzug vor drei anderen Varianten erhalten.

Der grundhafte Ausbau der Hauptstraße - realistisch ab 2020 - unter der Regie des Vogtlandkreises hat an mehreren Stellen der 1,42 Kilometer langen Ortsdurchfahrt mit Platzproblemen zu kämpfen. Nirgends ist es aber so knifflig wie in Höhe des Ehrenmals für die Bösenbrunner Toten des Ersten Weltkrieges. Hier gelten Stützbauwerke als wahrscheinlich - die noch größer ausfallen, wenn neben 5,50 Meter Fahrbahn noch 1,50 Meter Fußweg angeordnet sind. Die ursprüngliche Variante für den Fußweg war davon ausgegangen, dass der Gehsteig ab Ortseingang Bobenneukirchen talwärts rechts angelegt wird und erst nach der Bushaltestelle Unterdorf vor einer Engstelle die Seite wechselt, um hinter einem Haus in die Drödaer Straße zu münden.

Bösenbrunns Abgeordnete hatten nun drei weitere Varianten des Planungsbüros Fugmann & Fugmann aus Falkenstein auf dem Tisch - alle den Abschnitt unterhalb der Triebeler Straße betreffend. Eine sah die Verlegung des Dorfbaches auf 380 Meter Länge vor, was umfangreicher Genehmigungen bedürfte. "Kann sein, dass wir an der Bürokratie scheitern", befürchtet Bürgermeister Berthold Valentin (Action gemeinsame Liste Bösenbrunn) bei der Variante erhebliche Verzögerungen der Bauzeit. Bei Variante 4 wäre der Gehsteig nach der Kreuzung Triebeler Straße auf die linke Seite gewechselt, um dann nach dem neuralgischen Abschnitt wieder rechts der Fahrbahn zu verlaufen. Diese Variante wäre für die Gemeinde mit einem Kostenanteil von 1,06 Millionen Euro die teuerste - sie wurde verworfen. Beim Wiesenweg soll der Fußsteig 926.000 Euro, das gesamte Straßenprojekt 3,1 Millionen Euro kosten. Die Variante setzt voraus, dass die Besitzer der Wiesengrundstücke ihre Flächen auch verkaufen.

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