Geht Projekt Wasserspielplatz doch noch baden?

Die CDU will über den 2017 getroffenen Beschluss zur Gestaltung des Adorfer Marktes erneut diskutieren. Das wirft Fragen auf.

Adorf.

Ratlosigkeit hat sich jetzt im Adorfer Stadtrat breitgemacht. "Und was passiert jetzt?" fragte Bürgermeister Rico Schmidt (SPD) an die Adresse der CDU-Fraktion, die mit einem mündlich formulierten Antrag das Thema Wasserspielplatz auf dem Markt erneut auf die Tagesordnung gesetzt hatte. Dass er gebaut werden soll, entschied der Stadtrat bereits im März 2017. Realisiert wurde er nicht: 2017 fehlte das das Geld, dieses Jahr sollte der Markt wegen des Jubiläums 725 Jahre Stadt Adorf nicht aufgebuddelt werden.

CDU-Stadträte verwiesen auf viele negative Meinungen der Adorfer zu dem Projekt. "Ich höre hauptsächlich Kritik, etwa, dass er das Marktbild zerstört", so Abgeordneter Stefan Wolf. "Aus unserer Sicht ist er nicht wirklich passend." Auch mit dem Argument der Stadt, die Marktgestaltung schließe den geplanten Perlmutterweg ab, fremdelt die CDU. "Ich weiß bis heute nicht, was ihr euch darunter vorstellt. Diesen Abschluss braucht es nicht", sagte Wolf. Für das Thema Perlmutter und das geplante Erlebniszentrum am Museum sei die CDU nach wie vor Feuer und Flamme. "Aber dieses wichtige Thema gibt er nicht so wieder, wie wir es bräuchten", riet der Abgeordnete, Alternativen für den Markt zu suchen. Mariechen Bang (CDU) verwies auf viele Gespräche mit Adorfern, die den Wasserspielplatz nicht befürworteten. "Das gibt einem zu denken. Ich fand die Sitzung damals unglücklich", schlug sie den Bogen zurück zur Grundsatz-Entscheidung im März 2017.

Wenig erbaut über den Vorstoß der CDU zeigte sich der Bürgermeister. Er haderte schon mit der Wortwahl. "Es ist ein Wasserspiel, kein Wasserspielplatz - da ist auch keiner geplant", nahm es Rico Schmidt ganz genau. Die Idee mit einer geöffneten Perlenschale mit Muschel, aus der Wasser über eine kleine Teilstrecke in der Marktmitte fließt, ist nach wie vor beschlossen, macht er deutlich. Das Geld dafür seit für 2019 eingeplant, es könne auch nicht für anderes außerhalb des Stadtkerns verwendet werden. Die Reaktionen in den sozialen Netzwerken auf das Projekt seien überwiegend positiv. Warum das Paket erneut aufschnüren, fragte der Rathaus-Chef.

Mariechen Bang kam es darauf an, zu reflektieren, was die breite Bevölkerung für die Marktplatzgestaltung will. In der Diskussion mit den Adorfern soll entschieden werden, ob ein erneuter Beschluss im Rat zur Abstimmung gestellt wird. "Ich kann momentan keine neue Sachlage erkennen", meinte Freie Wähler- Fraktionschef Danny Cihak, der die Infos mitnahm, ohne sich festlegen zu wollen. Genauso hielt es die SPD. "Meine persönliche Meinung ist, dass wir das Geplante nach außen intensiver und besser den Adorfern erklären müssen", sagte Fraktionschef Jens Puggel.

Auf ihrer Homepage (www.adorf-vogtland.de) informiert die Stadt unter dem Stichwort Wasserspielplatz ausführlich dazu.

Was sagen Sie? Ist der Wasserspielplatz eine gute Idee? Sagen Sie uns Ihre Meinung und die Begründung unter Stichwort Wasserspielplatz per Mail unter der E-Mail-Adresse:

red.ovl@freiepresse.de

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