Kandidat mit Spitzenwert

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Klingenthal erhielt Thomas Hennig (CDU) 99,18 Prozent der Stimmen. Auch mit der Wahlbeteiligung zeigt er sich zufrieden.

Klingenthal.

Durchatmen konnte Thomas Hennig, als er am Sonntagabend das vorläufige Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl sah. Es waren weniger die 99,18 Prozent der Stimmen, die ihn ein Lächeln entlockten, sondern die Wahlbeteiligung von fast 44 Prozent. Die war im Vorfeld für den 42-Jährigen das große Fragezeichen gewesen. "Bei einer Wahlbeteiligung von etwa 25 Prozent hätte ich das Amt nicht angetreten", sagte er am Abend. Das hatte er mit seiner Frau Nadine im Vorfeld abgesprochen. Bei seiner Wahl 2013 hatte die Wahlbeteiligung bei 50,2 Prozent gelegen.

Da er auch diesmal der einzige Kandidat war, stand Hennigs Wiederwahl außerhalb der Diskussion. Die wichtige Frage für ihn war deshalb, welche Resonanz seine bisherige Arbeit unter der Klingenthaler Bevölkerung genießt. Nach dem Forum vom vergangenen Mittwoch mit knapp 40 Gästen waren Hennig durchaus Zweifel gekommen. Wie die Stimmung unter den Klingenthalern ist, wie sein Engagement für die Stadt von den Bürgern eingeschätzt wird, das ist auch für einen Kommunalpolitiker ihn nicht immer auf Anhieb zu erkennen.

Die monatlichen Bürgerfragestunden im Stadt sind vor allem dann interessant, wenn Lisa Petzold vom Aschberg mit den Anliegen kommt, die ihr Nachbarn und Freude aufgetragen haben. Der vierteljährliche Bürgerstammtisch, den Hennig bei seinem Amtsantritt 2013 ins Leben rief, hat inzwischen durch die zahlreichen Stammgäste fast einen familiären Charakter.

Hennig ist, wie keiner seiner Vorgänger, beispielsweise regelmäßig bei den Vereinen zu Gast. Es gibt kaum eine Veranstaltung zwischen Oberzwota und Mühlleithen, bei der er nicht zugegen ist. Die Stunden, die er dafür aufwendet, hat er nicht gezählt. Seit dem Sonntagabend weiß er aber, dass es nicht umsonst war. "Die knapp 44 Prozent sind eine solide Basis für die weitere Arbeit", ist er sich sicher.

Zu den ersten Gratulanten gehörten Landrat Rolf Keil und der Landtagsabgeordnete Sören Voigt (beide CDU) sowie Jürgen Mann (Freie Wähler), der Bürgermeister von Muldenhammer. Und dann konnte alte und neue Oberbürgermeister auch mit seinen beiden Stellvertretern Judith Sandner (Freie Wähler) und Gerhard Nöbel (CDU) auf eine weitere gute Zusammenarbeit anstoßen.


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