Klingenthaler Nachwuchskicker stürmen neue Sportanlage

Vom traurigsten Sportplatz des Oberlandes zum wohl schönsten im ganzen Vogtland: In Klingenthal wurde gestern groß gefeiert.

Klingenthal.

Anpfiff für ein Schmuckstück - und die Jüngsten durften es erstmals nutzen: Die Klingenthaler Nachwuchskicker haben am gestrigen Freitagnachmittag den neuen Dürrenbach-Sportplatz gestürmt. Es war der feierliche Moment der Eröffnung. Rund 70 Mädchen und Jungen rannten zum Mittelkreis und ließen dort Luftballons in den Vereinsfarben Blau und Gelb in den Himmel steigen. Eine Dreiviertelstunde mussten sie und rund 250 Klingenthaler auf diesen Augenblick warten. Doch die Geschichte, wie sich ein mitunter verschlammter Hartplatz in die vermutlich schönste Sportanlage im Vogtland verwandelte, musste durch Verantwortliche und Politiker einfach nochmal erzählt werden.

Mittendrin: Detlef Höcker, Vorsitzender des FSV Klingenthal. Seit 29 Jahren steht er an der Spitze des Vereins. Gestern erlebte der 68-Jährige seinen schönsten Tag. "Ein Traum ist in Erfüllung gegangen", sagte er. Immer wieder habe es in den vergangenen Jahren Anläufe für eine Sanierung des Platzes gegeben. Was jedoch seit dem 14. Mai vorigen Jahres entstand, geht weit darüber hinaus. Neben dem Kunstrasenplatz gibt es eine moderne Laufbahn, Anlagen für Kugelstoßen, Weit- und Hochsprung, einen öffentlich nutzbaren Bolzplatz sowie ein Basketballfeld. LED-Scheinwerfer sorgen in der dunklen Jahreszeit für Licht. 1,3 Millionen Euro staatliche Zuschüsse flossen in den Sportkomplex und deckten damit 90 Prozent der Kosten. Lob für diesen großen Wurf ging an Politiker aus Stadt, Land und Bund, allen voran Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas (CDU), die in Klingenthal einen ihrer ersten Auftritte nach der Geburt ihres Kindes absolvierte. Magwas hatte maßgeblich Anteil daran, dass Klingenthal von einem Bundesprogramm profitieren konnte. "Wenn sich keiner kümmert, dann wird auch nichts", lobte Detlef Höcker.


Unter die FSV-Farben Blau und Gelb mischte sich auch Veilchen-Lila. Helge Leonhardt, Präsident des FC Erzgebirge Aue, war Gast der Fete. Sein Geschenk: Eine Einladung für den FSV-Nachwuchs ins Erzgebirgsstadion. Der Besuch in Klingenthal - für Leonhardt Ehrensache. "Das Vogtland hat für uns die gleiche Wertigkeit wie das Erzgebirge", sagte er. Mit Thorald Meisel tauchten Zuhörer im Anschluss in Klingenthals Fußballgeschichte ein.

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