Klingenthaler Tafelweg wird noch digital erweitert

100 Jahre Stadtrecht: Das Projekt zur Stadtgeschichte wird am 8. September eingeweiht. Auch Nutzer von Smartphones sollen bald auf ihre Kosten kommen.

Klingenthal.

Über die Tradition Klingenthals im Maschinen- und Werkzeugbau gibt seit kurzem eine Informationstafel an der Zwotaer Straße Auskunft. Eine weitere Tafel steht am Gelände vom Autohaus Klingenthal in der Talstraße. Sie gibt Auskunft über die Besiedlung des Zwotatals und des Döbratals.

Es sind zwei der Stationen des künftigen Tafelweges zum Jubiläum "100 Jahre Stadtrecht Klingenthal" und zwei von insgesamt vier Tafeln, die Monique Rehwagen aus Rodewisch, Maurice Michael aus Adorf und Max Schumann aus Klingenthal angefertigt haben - alle drei Azubis des Klingenthaler Unternehmens KMW-Engineering. Monique Rehwagen ist angehende Technische Produkt-Designerin, Maurice Michael und Max Schumann stehen im zweiten Lehrjahr zur Ausbildung als Mechatroniker.


Die Idee, dem Trio die Aufgabe zu übertragen, hatte KMW-Geschäftsführer André Karbstein. Von der Planung über die Kalkulation, der Materialbestellung bis zur Fertigung lag alles in den Händen der jungen Leute. Am Ende war Karbstein von der Umsetzung des Projekt durch die jungen Leute sehr angetan.

Offiziell eingeweiht wird der Tafelweg am 8. September - in Verbindung mit einem Tag der offenen Tür für Rathaus, Bauamt und Museum. Das kündigte Rathaus-Pressesprecher Dieter Meinel an. Wer den Tafelweg ablaufen will, kann sich dann anhand eines Flyers informieren, sagte Brigitte Förster, Sach- gebietsleiterin Kultur/Tourismus. Über einen QR-Code sollen dann zusätzliche Informationen zu den einzelnen Themen abrufbar sein.

Insgesamt umfasst der Weg zehn Tafeln. Die ersten wurden bereits ab 2017 aufgestellt - am einstigen Bahnhof, am früheren Alten Schloss, am Marktplatz und am Unteren Waldgut. Die Idee für solche Tafeln hatte ursprünglich der Museumsverein, erinnerte dessen Vorsitzender Manfred Gäbler. Bereits 2004 wurde die erste Info-Tafel am ehemaligen Bergwerk in Unterklingenthal aufgestellt. 2016 hatte sich der Klingenthaler Ortschaftsrat in das Projekt eingeklinkt und finanzielle Unterstützung ermöglicht.

Neben den anspruchsvollen Touren wie dem Vogtland-Panoramaweg und dem Klingenthaler Höhensteig auch kleinere Touren anzubieten, auf denen Gäste Informationen über die Region erhalten, dafür plädiert seit langem der ehemalige Zwotaer Gastwirt Alfons Goram. "Wir brauchen auch Angebote für ältere Gäste, die mit ihren Enkeln unterwegs sind", so sein Plädoyer.

Goram hatte 2009 für sein Engagement bei der Neugestaltung der Wanderwege im Gebiet Klingenthal/Zwota sowie für das Aufstellen von Schautafeln zur Zwotaer Ortsgeschichte in deutscher und tschechischer Sprache den Zwotaer Bürgerpreis erhalten.

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