Landwüster feiern Ortsjubiläum im und um das Freilichtmuseum

Die Vorbereitungen für das dreitägige Fest zur 700-Jahr-Feier haben begonnen. Die Dorfgemeinschaft hat erste Eckpunkte vorgestellt.

Landwüst.

Es ist zwar noch ein gutes halbes Jahr, aber wie heißt es so schön: Gut Ding will Weile haben. Vom 10. bis 12. Mai 2019 wird es hoch hergehen in dem rund 300-Seelen-Dorf, wenn die Einwohner und garantiert viele Besucher die erste urkundliche Erwähnung von Landwüst vor 700 Jahren feiern. Am Freitag lud der Ortschaftsrat zu einer ersten Beratung ein, bei der ein in Eckpunkten fixiertes Programm vorgestellt wurde. So viele Einwohner, die sich im Vereinsheim des 1. Landwüster Kegelvereins "Unterm Ahorn" einfanden, sind ein Beleg dafür, dass die Vorbereitungen und Absicherung des Festes nicht auf wenigen Schultern verteilt sein sollen.

Eines brachte Ortsvorsteher Wolfgang Sieber zu Beginn bedauernd, aber unmissverständlich zum Ausdruck: "Einen Festumzug wie zur 650- und 675-Jahr-Feier kriegen wir diesmal nicht gestemmt." Dennoch wird die Feier mit Höhepunkten gespickt sein und keine Altersgruppe zu kurz kommen. Zentrum des Festes ist das Gelände des Freilichtmuseums einschließlich der Kulturtenne - so ist es bereits mit Museumsleiter Tobias Müller vereinbart. Zum Auftakt am 10. Mai lassen Holger Weiss und Erika Dunkel in einem von Musik untermalten Dia-Vortrag die Geschichte von Landwüst Revue passieren - soweit dafür Dokumente vorliegen. Wie Holger Weiss sagte, gibt es schon viel Material, dennoch: "Es wäre schön, wenn jeder bei sich zu Hause nachschaut, ob es noch Schriftstücke, Schmalfilme oder Fotos gibt, die ich einscannen kann, und wer darauf zu sehen ist. Zum Beispiel vom Umzug zum 650. und 675. Jubiläum. Oder von einer Theateraufführung in den 1980er Jahren im Goldenen Stern. Da haben wir bisher gar nichts." Weil diesmal kein Umzug stattfindet, machte Peggy Dunkel den Vorschlag, den Ort nicht nur mit Wimpelketten und historischen Figuren, sondern auch mit sozusagen stationären Bildern zu schmücken, die an die Vergangenheit erinnern: Schmied bei der Arbeit, Hausfrau am Waschbrett, Bauer beim Sensendengeln, Gemeindeschwester mit Schwalbe, Schieferhauer und ähnliches.

Was das eigentliche Programm betrifft, so gibt es nach den Worten von Wolfgang Sieber schon konkrete Vorstellungen: "Wir werden für den Samstag und Sonntag Händler, Handwerker und Schausteller einladen. Dazu gehören Pechsiederei, Mittelalterverein, Karussell von der Firma Hammerschmidt oder Kutschfahrten zum Wirtsberg. An dem Tag wird auch die Vogtländische Handdruckspritzenmeisterschaft auf dem Museumsgelände ausgetragen. Nachmittags führt unser Kindergarten ein Programm auf und abends spielt die Kapelle Halb so wild." Der Jubiläums-Sonntag ist gekoppelt mit dem Traktorentag im Museum, zu dem erfahrungsgemäß über 1000 Besucher erwartet werden. Am Nachmittag tritt die bekannte Sängerin Silke Fischer auf.

Das - wie gesagt - sind alles Eckpunkte für das Programm. Die Landwüster sind aufgerufen, weitere Vorschläge im Briefkasten der freiwilligen Feuerwehr zu hinterlegen. Die bisherigen Ideen stießen am Freitag jedenfalls schon auf Interesse und große Zustimmung.

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