Mit Blasmusik und heißem Tee: Ansturm zum Wandertagsauftakt

Wanderleiterin Dolores Weck oblag die Führung der ersten Tour rund um Schöneck. Es wurde gleich eine Mammutaufgabe.

Schöneck.

Es glich einer kleinen Völkerwanderung, als am Mittwochnachmittag Schönecks Bürgermeisterin Isa Suplie (CDU) am Ifa-Ferienpark "Hohe Reuth" die erste Wandertruppe losschickte. Wanderleiterin Dolores Weck aus Morgenröthe-Rautenkranz hatte knapp 80 Wanderer auf der zehn Kilometer langen Talsperrentour zu führen - viel mehr, als erwartet. "Die Nachfrage ist enorm", sagte Kathrin Hager, die Organisationschefin des 4. Deutschen Wandertags, dessen Gastgeber Schöneck bis zum Sonntag ist.

Dolores Weck ließ sich von dem Ansturm nicht aus der Ruhe bringen, zumal ihr vier Kollegen zur Seite standen. Als "Schlusslichter" sorgten dabei Sigrid Voigt aus Greiz und Uta Thämelt vom Erlbacher Bergwanderverein dafür, das unterwegs niemand verloren ging. Uta Thämelt war mit ihrer Schwester Gudrun 1963 Deutsche Meisterin im Ski-Orientierungslauf, damals hießen sie Kuckert. Das Unterwegssein in der Natur macht der inzwischen 78-Jährigen immer noch viel Spaß.

Von Schöneck über den Sandweg zum Neuwaldteich und der Vorsperre Rote Mulde der Muldenberger Talsperre führte die Tour. Unterwegs erfuhren die Wanderer immer wieder Interessantes. Seit mehr als fünf Jahren ist Dolores Weck als ausgebildete Wanderleiterin im Einsatz. Sie gehört zu den Wanderfreunden Triebel, wohnt aber mit ihrem Mann in Morgenröthe-Rautenkranz, wo sie auch für ihre Kräuterwanderungen bekannt ist. "Die Strecke sind wir bereits im Herbst abgelaufen - zum einen, um zu testen, wie lange man unterwegs ist, zum anderen, um zu sehen, an welchen Stellen man etwas Interessantes erzählen kann".

Einer der interessiertesten Zuhörer hieß Lothar Blomberg. Er war bislang bei jedem Deutschen Winterwandertag dabei, und hatte aus der Wandergruppe die wahrscheinlich weitestete Anreise - von Gütersloh nach Schöneck. "Ich bin hier zum ersten Mal. Das Vogtland ist bei uns kaum bekannt", erzählte er.

Schon am Donnerstag kam er mit dem Wohnmobil, besuchte in den vergangenen Tagen auch die westböhmischen Städte Karlsbad/ Karlovy Vary und Eger/Cheb, auch Klingenthal und den Aschberg. Bevor er am Mittwochnachmittag die Talsperrentour unternahm, hatte er sich schon intensiv Schöneck angeschaut, und vom Alten Söll einen weiten Blick ins Land genossen.

Der Sonnenschein vom Vormittag hielt nicht bis zum Nachmittag. Als die Vorsperre Rote Mulde erreicht war, zog Nebel auf, es begann leicht zu nieseln. Da kam eine Rast mit heißem Tee und Lagerfeuer an der Vogtlandhütte gerade recht. Als Wanderer dann wieder den Schönecker Meiler erreichten, gab es dort Blasmusik von Mitgliedern des Klingenthaler Stadtorchesters. Es war der Abschluss einer Tour, von der Wanderleiterin Dolores Weck sagen konnte: "Ich denke, das war ein gelungener Auftakt für den 4. Deutschen Winterwandertag".

Hier geht es zum Programm des 4. Deutschen Winterwandertags.


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