Nach Brand: Wie weiter mit Glitzner?

Linke-Stadtrat lädt zu öffentlicher Diskussion ein

Schneidenbach.

Nach dem jüngsten Brand in der kreiseigenen Müllfirma Glitzner in Schneidenbach fordert Reichenbachs Linke-Stadtrat Thomas Höllrich, das Thema Glitzner öffentlich zu diskutieren. Höllrich, zudem ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt, will für Anfang August Stadträte sowie Verantwortliche der Firma und des Landkreises zu einer Veranstaltung mit dem Titel "Wie weiter mit Glitzner" einladen. "Nachdem der erneute Brand Verletzte gefordert hat und erneut eine Rauchwolke über das Vogtland zog, muss über die weitere Nutzung der Anlage als Zwischenlager für Müll schnell und konkret gesprochen werden", schreibt Höllrich in einer Mitteilung.

Der Linke-Politiker betont, diesen Vorstoß mit dem Mandat "aller Fraktionen des noch amtierenden Stadtrats" zu unternehmen. Eine diesbezügliche Rücksprache hätte ergeben, dass es besser sei, die Diskussionsrunde noch vor der Konstituierung des neugewählten Stadtrats zu veranstalten. "Auch, weil sich der neue Stadtrat erst finden muss und somit wertvolle Zeit zur Klärung offener Fragen verstreichen würde." Neben Fragen zum letzten Brand gehe es um die zentrale Frage, "welche Schlussfolgerungen aus der gehäuften Anzahl der Brände in Schneidenbach gezogen werden".


Bei dem jüngsten Brand in der Müllfirma am Mittwochabend hatte in Flammen aufgegangener Siedlungsmüll für eine Qualmfahne gesorgt. Laut Polizei waren zwei Mitarbeiter der Müllfirma mit Rauchgasvergiftung im Krankenhaus behandelt worden. Ein Feuerwehrmann wurde aufgrund von Erschöpfungszuständen behandelt. Landrat Rolf Keil (CDU) sagte am Brandabend unter Berufung auf Brandursachenermittler, Auslöser des Feuers sei eine Selbstentzündung gewesen. (gem)

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