Nervenkitzel wie am Fließband

Hunderte Gäste haben es am Samstag im Freizeitpark Plohn zur Eröffnung der Achterbahn "Dynamite" krachen lassen.

Plohn.

Im Freizeitpark Plohn vibrierte am Samstag die Luft: Mit einem lauten Knall wurde die neue Achterbahn "Dynamite" offiziell in Betrieb genommen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), Freizeitpark-Junior-Chef Jan Völkel und Europapark-Chef Roland Mack lösten symbolisch die Zündung aus. Kurz darauf schritt der Landeschef an die Startrampe des Big Dipper Coasters "Dynamite".

Dem Ministerpräsidenten war wohl etwas mulmig zumute. Kretschmer sprach von einer "Teufelsbahn". Als die Sicherheitsbügel nach unten klappten, gab es kein Zurück mehr. Langsam aber sicher wurde der Wagen, der wie eine Kiste Dynamit aussieht, in 40 Meter Höhe gezogen. Im nächsten Augenblick rauschte die prominente Fahrgemeinschaft fast senkrecht in die Tiefe. Mit rund 100 Stundenkilometern raste das Schienenfahrzeug über die 500 Meter lange Bahn. Für den Adrenalin-Kick sorgten Schrauben und Loopings. Nach der rasanten Fahrt gab sich Kretschmer betont gelassen. Er habe der deutschen Ingenieurskunst voll vertraut, sagte er mit verschmitztem Lächeln im Gesicht.


Gemeinsam mit dem Gast aus Dresden hatte Rennrodlerin Julia Taubitz die neue Attraktion getestet. "Ich war hier länger unterwegs als bei meinem Bahnrekord in Innsbruck-Igls", flachste die Vizeweltmeisterin. Nach etwa 45 Sekunden endete ihre Premierenfahrt. An diesem Tag war sie nicht die einzige deutsche Spitzensportlerin, die bei der Eröffnung von "Dynamite" dabei war. Mit Höhenangst stieg Skilangläuferin Nadine Herrmann in den Wagen. "Bei der ersten Fahrt habe ich die Augen geschlossen gehalten", verriet sie. In der zweiten Big-Dipper-Coaster-Runde habe sie dem Abgrund tapfer entgegengeblickt. Ski-Crosserin Heidi Zacher konnte gar nicht genug von der spektakulären Schleudertour bekommen. "Action und Geschwindigkeit sind genau mein Ding." Auch Sebastian Seidel und Rico Einenkel, die als Stereoact für die Begleitmusik gesorgt hatten, waren beeindruckt von Nervenkitzel wie am Fließband.

Marlene Weber und Florian Strecker waren aus Ingolstadt angereist. Sie gehören zum deutschen Achterbahn-Portal "Coasterfriends". Beide haben mehrere Hundert Achterbahnen weltweit getestet. Ihr Urteil zu "Dynamite": "Man kommt mit einem breiten Grinsen in die Schlussbremse. Kurz, knackig und ohne einen Moment Langeweile." Überhaupt haben die Bayern großen Respekt vor der Leistung des Plohner Familienunternehmens. Schon mehrmals waren sie hier. "Die neue Anlage ist wunderschön in den Park eingebunden."

Arnfried Völkel dürfte sich mit diesen Worten geadelt fühlen. Wie schon so häufig hielt sich der Unternehmensgründer und Inhaber des Freizeitparks im Hintergrund. Der 69-Jährige schickte Sohn Jan und Park-Geschäftsführer Lutz Müller ins Rampenlicht. Sie alle hoffen, dass die 6,5 Millionen Euro teure Anlage ein Besuchermagnet wird. Jährlich wollen derzeit 300.000 Gäste die Attraktionen im Park erleben.

Marcus Senft aus Plauen will auf jeden Fall wiederkommen. "Es war mein erster Achterbahn-Looping überhaupt. Dieser Nervenkitzel in Plohn ist der absolute Wahnsinn!"

 

freiepresse.de/dynamitebilder

 

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