Oelsnitz: Vorstoß der FOB löst Debatte aus

Öffentlich benannte Themen für Ratsarbeit sorgen für Kontroverse

Oelsnitz.

Die von FOB-Fraktionschef Björn Fläschendräger via "Freie Presse" benannten Aufgaben für die Arbeit des Oelsnitzer Stadtrates hat im Finanzausschuss des Gremiums für eine kontroverse Debatte gesorgt. Fläschendräger hatte unter anderem angemahnt, beim Haushalt, Fragen des Sportstättenkonzeptes und der offenen Zukunft des Schützenhauses voranzukommen und kritisiert, dass nach seiner Auffassung im vergangenen Jahr zu wenig passiert sei. "Die Bevölkerung von Oelsnitz hat im Moment ganz andere Sorgen als das Schützenhaus", konterte Monika Müller (AfD). Marion Schröder (CDU) kritisierte den Zeitpunkt der Debatte als falsch. "Wenn wir Geld haben, wird es nicht als Erstes ins Schützenhaus gesteckt", sagte sie. Dreh- und Angelpunkt sei für sie das Zahlenmaterial aus der Kämmerei. "Das interessiert mich." Reiner Stöhr (Linke) wies die Kritik ebenfalls zurück. Das Sportstättenkonzept sei mit dem angestoßenen Verkauf der Turnhalle an der Alten Reichenbacher Straße im Werden, merkte er an. Über den Haushalt sei gesprochen worden, aber noch sei das Ganze "ein Blick in die Glaskugel". Stöhr kritisierte Fläschendräger persönlich. Er sei in den genannten Punkten als Stadtrat beteiligt. Mit Blick auf die öffentlich vorgetragene Kritik des FOB-Chefs sagte Reiner Stöhr: "Ich zweifele, ob es dieselbe Person ist, die hier im Stadtrat sitzt." OB Mario Horn (CDU) sieht in Fläschendrägers Ausführungen Themen, die er ebenfalls "auf der Tagesordnung" habe und in nächster Zeit diskutieren will.

Björn Fläschendräger selbst versuchte nochmals seine Intention zu erklären. Gerade mit Blick auf das Schützenhaus ginge es ihm nicht darum, kurzfristig Geld zu investieren. Nach der Begehung im Vorjahr habe man als Rat beschlossen, sich über das weitere Vorgehen zu verständigen. "Es war nicht ein einziges Mal offizieller Tagesordnungspunkt." Der FOB-Fraktionschef sieht in der ungeklärten Zukunft des Gebäudes zudem einen Grund, weshalb es beim Sportstättenkonzept nicht weitergeht. Die Fläche am Sportareal spielt in dem Entwicklungspapier eine nicht unwesentliche Rolle. "Solange das Schützenhaus nicht geklärt ist, keine Sportstättenplanung", so Fläschendräger, der ein Konzept einforderte. "Wenn es kein Konzept gibt, müssen wir es wegreißen."

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