Opernchöre kooperieren

Theater arbeitet künftig mit Hofer Bühne zusammen

Plauen.

Roland May, Generalintendant des Theaters Plauen-Zwickau, und Reinhardt Friese, Intendant des Hofer Theaters, haben am Dienstag in Hof einen Kooperationsvertrag für beide Opernchöre unterzeichnet. Damit sollen die zahlenmäßig eher kleineren, qualitativ aber hochwertigen Ensembles an beiden Häusern für größere Chorproduktionen gebündelt und damit Fremdeinkäufe vermieden werden.

"Kooperation ja! Fusion nein!" Friese machte zugleich die Marschrichtung deutlich, um keine derartigen Gerüchte in den Partnerstädten aufkommen zu lassen. Ältere Plauener und Vogtländer dürften die Fusionsdiskussion aus den 1990er-Jahren noch gut in Erinnerung haben. Damals fiel für das Vogtland-Theater die Entscheidung, nicht mit dem Theater in der Partnerstadt Hof, sondern mit dem Theater in Zwickau zu fusionieren. Im dortigen Gewandhaus soll am 2. Oktober 2020 mit Wagners Lohengrin auch die erste Koproduktion der Chöre aus Plauen-Zwickau und Hof gezeigt werden. "Der Termin der Gewandhausöffnung ist jetzt bestätigt. Deshalb kann ich ihn auch erstmals so bekannt geben", freute sich May.

Gespannt auf die neue künstlerische Zusammenarbeit beider Opernchöre sind auch deren Leiter Roman David Rothenaicher aus Hof und Michael Konstantin vom Theater Plauen-Zwickau. Sie beide leiten derzeit Ensembles mit jeweils 20 Sängerinnen und Sängern. So wird in der Spielzeit 2020/2021 der Chor des Theaters Hof für Lohengrin ans Theater Plauen-Zwickau ausgeliehen. In der folgenden Spielzeit sollen die Plauener und Zwickauer Opernchormitglieder dann Teil einer Produktion in Hof sein. (kb)

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