Polizei zeigt mehr Präsenz und wertet Standort Klingenthal auf

Polizeipräsident Conny Stiehl hat einen großen Wunsch: Mehr Vogtländer bei der Landespolizei - und möglichst mit guten Tschechisch-Kenntnissen.

Klingenthal.

Die Aufschrift "Polizeirevier Auerbach Klingenthal - Polizeistandort Klingenthal" trägt das Schild, das Polizeipräsident Conny Stiehl am gestrigen Montag eigenhändig am Gebäude in der Schloßstraße anschraubte. Die Landespolizei wertet damit ihren Standort in der künftigen Großen Kreisstadt auf und zeigt künftig mehr Präsenz im ländlichen Raum.

Klingenthal hat nach den Worten von Stiehl mit Wirkung vom 1. Juli ein Regionalkommissariat der Kriminalpolizei mit drei Beamten. Zu den derzeit zwei Bürgerpolizisten kommt ein weiterer hinzu - mit einem Diensthund, der auch auf das Erkennen von Rauschgift geschult ist. "Das Thema beschäftigt uns noch immer", betonte der Polizeipräsident. Erweitert wird auch der Streifendienst für die Region um die Stadt. Die insgesamt sechs Beamten werden jeweils von Klingenthal aus auf Tour gehen.


Er sei froh über die Entwicklung, sagte Klingenthals Bürgermeister Thomas Hennig (CDU): "Das ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem Mittelzentrum, das wir für Markneukirchen, Schöneck und Muldenhammer sein wollen."

Polizeipräsident Stiehl verwies auf das Engagement des CDU-Landtagsabgeordneten Sören Voigt, der immer wieder gedrängt habe, die Polizei in Sachsen personell aufzustocken und dabei auch im oberen Vogtland etwas zu tun. "Es ist wichtig, die Präsenz der Polizei im ländlichen Raum und im Grenzgebiet zu erhöhen", betonte Voigt. Der Gemeinderat Muldenhammer hatte schon 2012 in einem Schreiben an das Innenministerium in Dresden mehr Polizeipräsenz gefordert.

Beim Standort Klingenthal bietet sich die Erweiterung der Sicherheitsstrukturen an, denn die Polizei hatte das Gebäude an der Schloßstraße erst vor einigen Jahren aus- gebaut - die Räume müssen nur wieder bezogen werden.

Eine sehr gute Zusammenarbeit besteht laut Stiehl zwischen der Landespolizei und der Bundespolizeiinspektion in Klingenthal. Schon seit 2008 gibt es eine gemeinsame Fahndungsgruppe. "Andere Bundesländer gucken neidisch auf uns", hatte der Polizeipräsident dazu jüngst in einem Interview gesagt. Er geht zudem davon aus, dass auch die bestehende Kooperation mit der tschechischen Polizei weiter ausgebaut wird. "Gemeinsame Streifen werden Routine sein", ist Stiehl überzeugt. Er wünscht sich deshalb mehr Vogtländer bei der Landespolizei - und das möglichst mit guten Tschechisch-Kenntnissen.

Der Ausbau der Polizeipräsenz in Klingenthal wird keine Eintagsfliege bleiben. Für den 1. August kündigte Conny Stiehl für Plauen die Einweihung eines Fahndungs- kompetenzzentrums an, das von der Landespolizei Sachsen, der Bundespolizei und der bayerischen Polizei betrieben wird.

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