Rund 150 Liter Beeren für die beliebten Schwarzbeerkuchen

Zum 18. Mal fand am Samstag an der Jugend- herberge am Aschberg das Schwarzbeerfest statt. Es sorgte trotz nicht optimalen Wetters für Besucherandrang.

Klingenthal.

Andere Regionen, andere Sitten: Haselbeere werden sie genannt, Blaubeere, Bickbeere, Taubeere, Krackbeere, Mehlbeere oder auch Worbel - im Vogtland jedenfalls nur Schwarzbeere. Dass diesen "Perlen des Waldes" ein eigenes Fest gewidmet wird und das nun schon seit 2002 ist eines der Alleinstellungsmerkmale für Klingenthal.

Für die Mitglieder des Vereins Aschberg-Freunde, Organisator des Schlemmertreffens an der Jugendherberge, war dieses Jahr allerdings eine Herausforderung, denn sie mussten eine Spürnase haben und sich mächtig strecken, um genügend Schwarzbeeren zu zupfen. Klaus Finkel: "Als die Blütezeit war, hatten wir gute Hoffnung, dass es eine reiche Ernte wird. Aber dann die Trockenheit: Es waren zwar viele Beeren an den Sträuchern, aber nur sehr kleine. Für das Wachsen fehlte ihnen Feuchtigkeit. Wir mussten an anderen Stellen sammeln als in den Vorjahren. Am Kammweg bei Carlsfeld ging es halbwegs".


Umso bemerkenswerter, dass trotz der Widrigkeiten und mit vereinten flinken Fingern sage und schreibe über 150 Liter Schwarz -beeren zusammenkamen. Verarbeitet wurden sie in den vergangenen Tagen unter anderem zu Konfitüre und Kompott, wahlweise mit Zucker oder - weil auch Diabetiker nicht zu kurz kommen sollten - ohne Zucker.

Absoluter Renner bei den Besuchern jedoch waren der Schwarz- beerkuchen und Windbeutel mit leckerer Fruchthaube. "Am frühen Morgen haben wir mit dem Backen begonnen. Ich weiß nicht genau wie viele, aber bestimmt sind es einige Dutzend Bleche", so Birgit Koschemann. Schon bevor das "Bankett" eröffnet wurde, saßen die Hungrigen in Lauerstellung, und als die Bleche dann hereingetragen wurden, bildete sich sofort eine lange Wartegemeinschaft. Die Mitglieder des Vereins hatten beim Ausschenken alle Hände voll zu tun.

Mag die Sonne vom Himmel knallen oder das Wetter sich wie am Samstag schon von seiner kühlen vorherbstlichen Seite zeigen - das Schwarzbeerfest ist jedes Jahr garantiert ein Muss nicht nur für Klingenthaler, Zwotaer und Aschberger. Ein Leipziger Wander-Ehepaar verstaute gleich zwei Fläschchen der legendären Schwarzbeer-Tropfen im Rucksack - eines für die Stärkung unterwegs, und das andere als Mitbringsel für zuhause.

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